Date: August 27th 2007

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Ausführliche Dokumentation auf der Lebenshaus-Website:
25 Jahre: "Schwerter zu Pflugscharen" - Einwöchige Sitzblockade
vor dem Atomwaffenlager in Großengstingen im Sommer 1982
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004561.html



Liebe Freundinnen und Freunde,

eine erfreuliche Nachricht: Der Informationsstelle Militarisierung (IMI) wurde die Gemeinnützigkeit anerkannt! Etwas Besonderes? Ja, und zwar deshalb, weil das Finanzamt Tübingen zuvor IMI nicht mehr als gemeinnützig anerkennen und die Gemeinnützigkeit rückwirkend bis 2001 aberkennen wollte. Das hätte unter anderem die Rückzahlung erheblicher Geldbeträge durch IMI zur Folge gehabt (40 % der Spendeneinnahmen der vergangenen Jahre).

Am Freitag hat nun IMI vom Finanzamt Tübingen einen Freistellungsbescheid erhalten, in dem festgestellt wird, dass die Informationsstelle Militarisierung den "als besonders förderungswürdig anerkannte[n] gemeinnützige[n] Zweck" der Völkerverständigung verfolgt. Dem vorausgegangen war ein Gespräch mit dem Leiter des Finanzamtes und der zuständigen Mitarbeiter, zu dem es insbesondere aufgrund einer Flut von Schreiben in dieser Sache an das Finanzamt kam. Auf diesem wurde IMI mitgeteilt, dass es das Landesamt für Verfassungsschutz Baden-Württemberg war, welches den ursprünglichen Vorwurf der Verfassungsfeindlichkeit gegen diese Friedensorganisation in den Raum gestellt hatte, allerdings ohne diesen in irgendeiner Weise erhärten zu können. Auch wurde bestätigt, dass es ohne diesen Vorwurf nicht zu einer Überprüfung der Gemeinnützigkeit aufgrund von vermeintlich tagespolitischen Äußerungen gekommen wäre.

Herzlichen Glückwunsch an IMI zur weiteren Anerkennung der Gemeinnützigkeit. Es freut mich sehr, dass damit ein unter Umständen jahrelanger Klageweg mit unsicherem Ausgang erspart bleibt. Die Kraft, Zeit und Finanzmittel dieser Organisation werden ja an anderer Stelle wahrlich dringender benötigt als in unschönen Auseinandersetzungen mit Behörden und Gerichten.

Natürlich ist die Anerkennung der Gemeinnützigkeit für IMI auch deshalb wichtig, weil von einer Aberkennung unter Umständen auch eine Signalwirkung auf andere Finanzbehörden hätte ausgehen können, um mit ähnlich ausgerichteten Vereinen ebenso zu verfahren. Es gab ja in der Vergangenheit schon Versuche, Friedensorganisationen die Gemeinnützigkeit abzuerkennen (z.B. 1984 dem Verein für Friedenspädagogik Tübingen). Andere sind gleich gar nicht als gemeinnützig anerkannt worden (z.B. DFG-VK, Friedens- und Begegnungsstätte Mutlangen).

Der "Fall IMI" zeigt, wie wichtig Solidarität ist. Der Satz "Gemeinsam sind wir stark!" hat sich hier in erstaunlich wirksamer und kurzer Zeit bewahrheitet.

Mehr zum Entzug der Gemeinnützigkeit auf der Internetseite von IMI unter >> http://www.imi-online.de

In den kommenden Wochen wird kein Lebenshaus-Newsletter erscheinen und es werden keine neuen Texte in unsere Internetseite eingefügt werden. Grund: Heute Nachmittag fahre ich für knapp drei Wochen in den Urlaub. Aber unser Archiv enthält ja eine Vielzahl interessanter Texte, deren Lektüre sich lohnen könnte. Jedenfalls herzliche Einladung dazu.


Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid


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Inhaltsübersicht
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I. Artikel

:: 01. Airbase-Prozesse (Irak-Krieg 2003) gegen Friedensbewegung: Sitzblockade-Prozess wurde vertagt - keine Nötigung!

:: 02. Frieden durch Sonne. Persönliche Energie-Einsparpotentiale am Beispiel Lebenshaus

:: 03. Eisige Antwort auf Klimakompromiss

:: 04. Afghanistan - die deutsche Rolle

:: 05. Die Gefahr kommt auch aus den Hochsicherheitslabors

:: 06. Zum Thema Terror

:: 07. Miss C.

:: 08. Die Sprache der Gewalt

:: 09. Im Freien Fall: Zehn Jahre nach der Asienfinanzkrise

:: 10. Die Demokratie entlässt ihre Kinder

:: 11. Den "Volksparteien" fällt das Volk wieder ein

:: 12. Hugo Chavez


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

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I. Artikel

:: 01. Airbase-Prozesse (Irak-Krieg 2003) gegen Friedensbewegung: Sitzblockade-Prozess wurde vertagt - keine Nötigung!

Am 20. August 2007 hat das Amtsgericht Frankfurt unter dem Vorsitz von Richter Fiebig erneut über den Straftatvorwurf der Nötigung (§ 240 StGB) beraten. Den Angeklagten war vorgeworfen worden, sich während des Beginns des Irak-Krieges am 28.3.2003 an einer gewaltfreien Sitzblockade an der US-Airbase Frankfurt beteiligt zu haben. Nach kurzer Beratungspause wurden zwei Verfahren abgetrennt und eingestellt. Das dritte Verfahren wird - konzentriert auf den Vorwurf einer Ordnungswidrigkeit - fortgesetzt werden. Von Martin Singe/Manfred Stenner.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004600.html


:: 02. Frieden durch Sonne. Persönliche Energie-Einsparpotentiale am Beispiel Lebenshaus

Michael Schmid ist überzeugt: Der persönliche Umgang mit Energie spielt für Krieg und Frieden eine große Rolle. Seine lebensnahen Beschreibungen sind Anreiz für große und kleine Haushalte. Aus: "andere achten". Materialheft Ökumenische FriedensDekade 11.-21. November 2007. Herausgegeben vom Gesprächsforum Ökumenische FriedensDekade.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004604.html


:: 03. Eisige Antwort auf Klimakompromiss

32 Eisblöcke formen einen Satz: "Klimaschutz kennt keine Kompromisse". Eis, das schmilzt wie weltweit die Gletscher. Greenpeace-Aktivisten haben die 25 Meter lange Eisskulptur am Freitagnachmittag auf dem Berliner Kapelleufer in der Nähe des Bundeskanzleramts aufgebaut. Sie ist ihre Antwort auf das unzulängliche Ergebnis der Kabinettsklausur in Meseberg. Mit dem beschlossenen Klimaschutzpaket ist das Ziel, 40 Prozent der Treibhausgase bis 2020 einzusparen, nicht mehr zu erreichen. Von Sigrid Totz.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004605.html


:: 04. Afghanistan - die deutsche Rolle

In der Sitzungswoche vom 17. bis zum 21.9.2007 wird im Deutschen Bundestag über die Fortsetzung des deutschen Beitrags zum Krieg in Afghanistan debattiert und entschieden. Kurz zuvor, am 15.9.2007 wird - ebenfalls in Berlin - eine bundesweite Demonstration gegen die Verlängerung aller Mandate und für eine sofortige Beendigung des Krieges stattfinden. Stattdessen soll dem Land ausschließlich zivile Hilfe für den Wiederaufbau zukommen, denn, so heißt es in dem Aufruf: "Der zivile Wiederaufbau in Afghanistan sowie eine humane Entwicklung können überhaupt erst gelingen, wenn der Krieg beendet ist. Was Afghanistan braucht, ist Frieden als Voraussetzung für eine souveräne Demokratie. Die Kriegsschäden müssen durch die Krieg führenden Staaten beseitigt, alle Truppen müssen abgezogen und die somit frei werdenden Mittel für humanitäre Arbeit zur Verbesserung der Lebensbedingungen genutzt werden." Informationen zur anstehenden Mandatsverlängerung im September. Von Claudia Haydt / Chris
toph Marischka / Jürgen Wagner.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004602.html


:: 05. Die Gefahr kommt auch aus den Hochsicherheitslabors

Am europäischen UNO-Sitz in Genf beraten seit 20.08.2007 Experten über das Verbot von biologischen Waffen. Sie wollen herausfinden, wie die Bestimmungen der Biowaffen-Konvention auf nationaler Ebene besser zu erfüllen sind, wie die staatlichen Institutionen gestärkt und eventuelle Verstöße wirksamer geahndet werden können. Darüber hinaus suchen die Spezialisten nach regionalen Kooperationsmöglichkeiten, um zu verhindern, dass Krankheitserreger zu menschenfeindlichen Zwecken missbraucht werden. Das Treffen dient der Vorbereitung jährlicher Thementagungen, die zwischen den Überprüfungskonferenzen stattfinden, um das Abkommen zu stärken. Von Wolfgang Kötter.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004601.html


:: 06. Zum Thema Terror

Der Terror durch einen Selbstmordbomber und der Terror durch ein Flächenbombardement stehen moralisch auf derselben Stufe. Wer etwas anderes sagt, beansprucht moralische Überlegenheit über die andere Seite und trägt so dazu bei, dass der Horror unserer Tage weitergeht. Leserbrief von Howard Zinn.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004606.html


:: 07. Miss C.

Ich stelle Miss Calculatia vor, das zur Zeit so beliebte Fremdwort, den neuen Star im israelischen Diskurs. Für hebräische Ohren klingt dies wie eine junge Schönheit, so wie "Miss Israel". Aber die Miskalkulation, von der hier die Rede ist, ist keine Schönheitskönigin, sondern eine Königin der Hässlichkeit: es geht um einen Krieg zwischen Israel und Syrien, der jeden Moment ausbrechen kann - nicht, weil Israel ihn will oder die Syrer, sondern weil eine Seite einen provokativen Akt falsch einschätzen wird, der dann wiederum die andere Seite in den Krieg treibt. Wie alle Kriege wird er eine Kampagne des Todes und der Zerstörung sein, verbunden mit Trauer und Flucht, mit Leid und Not auf beiden Seiten. Und keiner kann voraussehen, wie das enden mag. Von Uri Avnery.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004598.html


:: 08. Die Sprache der Gewalt

Die Situation der Palästinenser hat einen so tiefen Punkt erreicht, wie seit 20 Jahren nicht. Sie sind fast in aller Welt politisch isoliert. Die israelische Öffentlichkeit ist gleichgültig geworden und unter einem verlogenen Mantra vereint: "Wir haben keinen Partner". Im israelischen Friedenslager sind viele entmutigt. Und was noch schlimmer ist, die palästinensische Nationalbewegung hat sich in zwei Fraktionen geteilt. Und es scheint so, als ob der gegenseitige Hass von Tag zu Tag zunähme. Von Uri Avnery.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004608.html


:: 09. Im Freien Fall: Zehn Jahre nach der Asienfinanzkrise

Zehn Jahre nach der Finanzkatastrophe in Asien (1997) wachsen die Ökonomien entlang des Westpazifiks wieder - wenngleich nicht in derselben Geschwindigkeit wie vor der Krise. Zweifellos hat die Region unauslöschliche Narben davongetragen. Schlüsselindikatoren sind Armut, Ungleichheit und soziale Destabilisierung. Vor der Krise waren diese Indikatoren günstiger. So haben beispielsweise die schmerzhaften Arbeitsmarktreformen in Südkorea zu einer stillen Verzweiflung geführt, die für eine der höchsten Suizidraten in den 'Entwicklungsländern' verantwortlich ist. Von Walden Bello.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004599.html


:: 10. Die Demokratie entlässt ihre Kinder

Nun ist der Kalte Krieg seit fast 20 Jahren vorüber, gleichwohl hält in diesem Land eine unheilige große Koalition von Politik, Militär und Interessenverbänden geradezu fanatisch an jener anachronistischen Praxis staatlicher Dienstverpflichtung fest, die der linker Umtriebe gewiss unverdächtige Gesinnungsliberale Sir Ralf Dahrendorf "eine milde Form der Zwangsarbeit" nennt. Getreu dem altbekannten Motto, dass der Fortschritt eine Schnecke ist, scheint nun aber die "alte Tante SPD" in Bewegung zu geraten. Von Jürgen Rose.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004607.html


:: 11. Den "Volksparteien" fällt das Volk wieder ein

Nach dem Ende der Parlamentsferien ist die Hektik groß. Gewisse Umfragen, die zeigen, wie die Bevölkerung über den Abbau des Sozialstaats denkt, haben für Unruhe gesorgt. Selbst die FDP wendet sich jetzt gegen die Rente mit 67. Ob Hartz IV nicht erhöht werden könne, fragen Politiker der SPD und sogar der Union - jetzt, da die Butterpreise gestiegen sind. Dass die Hartz-Reformen falsch angelegt waren und ein Fehlschlag sind, wird inzwischen überall anerkannt. Nur warum es so ist, liest man selten. Inzwischen wird Hartz IV wird zum dauerhaften Lebensstil ganzer Bevölkerungsgruppen. Von Michael Jäger.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004603.html


:: 12. Hugo Chavez

Einige - wenige - Regierungen dieser Welt sind Ziel zerstörerischer Hasskampagnen. Eines der Opfer ist die venezolanische Regierung unter Präsident Hugo Chavez. Seine Feinde haben nichts unversucht gelassen: Staatsstreich, Ölstreik, Manipulation der Kapitalflüsse, Verschwörungen... In ganz Lateinamerika gibt es keine vergleichbare Situation - nicht seit den Angriffen auf Fidel Castro. Über Chavez werden die übelsten Lügen verbreitet. Von Ignacio Ramonet.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004609.html

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II. Hinweise

:: Jetzt Unterschriften sammeln! Petition: "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan"

Nach einer aktuellen Umfrage der ARD sprechen sich 64% der Bundesbürger für einen Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan aus. Dies gibt dem Kampagnenteam "Schritte zur Abrüstung" Rückenwind für die verstärkte Sammlung von Unterschriften unter die Petition "Kein Mandat für den Krieg in Afghanistan". Helfen Sie mit, aus bislang 7.000 Unterschriften 20.000, 30.000 oder 50.000 werden zu lassen! Bisher zeichnet sich die zweite Septemberhälfte als möglicher Zeitraum für die Bundestagsentscheidung über die Verlängerung der Afghanistan-Mandate ab. Daher die Bitte: Unterschreiben Sie selbst, Sammeln Sie in den noch verbleibenden Wochen Unterschriften, sprechen Sie ihre Freunde und Bekannten an, legen Sie die Listen aus, geben Sie sie an interessierte Gruppen und Einzelpersonen weiter. Senden Sie die Listen möglichst bis zum 12. September (spätestens bis zu 17. September) zurück an die Kampagne "Schritte zur Abrüstung". Es kann auch online unterschrieben werden unter
>> http://www.schritte-zur-abrüstung.de


:: Zeitungsanzeige zur Afghanistan-Demo

Am 15. September findet in Berlin die bundesweite Demonstration für die Beendigung des Bundeswehreinsatzes in Afghanistan statt. Zur Werbung dafür will das breite Friedensbündnis u.a. eine Anzeige in der "Berliner Zeitung" schalten (Erscheinungstermin: 14. September). Hierzu werden hunderte von Unterzeichnern unter den Demonstrationsaufruf benötigt. Mit 20 EUR (Verdienende) bzw. 10 EUR (Nichtverdienende) seid ihr dabei. Organisationen: 50 EUR (und mehr). Name und Vorname und Ortsangabe bitte melden bei: frieden-und-zukunft@t-online.de. Geld bitte umgehend überweisen an: Friedens- und Zukunftswerkstatt e.V., Kt.Nr. 200081390 bei Frankfurter Sparkasse, BLZ 50050201. Hier ist der bekannte Demo-Aufruf, der in der Anzeige erscheinen soll:
>> http://www.afghanistandemo.de/aufruf.htm

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III. Veranstaltungstermine

:: 30.08.2007 - 18 bis 19 Uhr am Theaterhaus Stuttgart: Einweihung des Deserteur-Denkmals. Noch 120 Paten gesucht

Am 30. August findet nach langjähriger Vorarbeit die Einweihung des Stuttgarter Deserteur-Denkmals am Theaterhaus Stuttgart, Siemensstraße 11 statt, mit fojgl (Trio mit Musik osteuropäischer Juden), Barbara Simons (Initiative Deserteur-Denkmal), Werner Schretzmeier (Theaterhaus), Prof. Manfred Messerschmidt (Militärhistoriker), Ludwig Baumann (Vorsitzender Bundesvereinigung der Opfer der NS-Militärjustiz) und Prof. Dr. Renate Gebeßler. Übernehmen auch Sie eine oder mehrere von 120 noch fehlenden Patenschaften für einen Baustein im Wert von 50 Euro! Überweisen Sie Ihre Patenschaft/en auf unser Spendenkonto PAX AN e.V., Kto.-Nr 361 349 705, Postbank Stuttgart, BLZ 600 100 70, Stichwort: Patenschaft Denkmal. Mehr unter
>> http://www.deserteurdenkmal-stuttgart.de/


:: 31.08.-02.09.2007 - Familiencamp und Umrundung des NATO-Flugplatzes Büchel

Die 6. Umrundung des NATO-Flugplatzes Büchel findet statt am Sonntag, den 2.9. 2007 und beginnt um 10 Uhr mit einer Friedenstafel (Frühstück) vor dem Haupttor. Um diese Umrundung und auch die 7. Umrundung des Fliegerhorstes in 2008, bei der größere Aktionen geplant sind, vorzubereiten, wird ein Friedens-Workshop mit Familiencamp im Kloster Martental von Freitag, den 31.8.07 ab 18 Uhr bis Sonntag, den 2.9.07 angeboten. Eine Kinderbetreuung ist in landschaftlich wunderschöner Umgebung gewährleistet.Anmeldung: Elke Koller, Grubenstr. 86, 56759 Leienkaul, Tel: 02653-3220, dr.elke.koller@t-online.de oder inigatomwaffen@web.de


:: 01.09.2007 - bundesweit: Zahlreiche Veranstaltungen zum Beginn des 2. Weltkriegs vor 68 Jahren

Zahlreiche Veranstaltungen zum Beginn des 2. Weltkriegs vor 68 Jahren (1.09.1939) wenden sich gegen die Beteiligung der Bundeswehr an Kriegen in aller Welt. Gegen die für Anfang Oktober 2007 im Bundestag vorgesehene Verlängerung der Mandate für "Operation Enduring Freedom" (OEF), die ISAF-Mission unter NATO-Führung und die Tornado-Einsätze der Luftwaffe in Afghanistan wenden sich viele Gruppen der Friedensbewegung u.a. mit der Demonstration in Berlin am 15. September 2007 (siehe http://www.afghanistandemo.de). Statt einer Mandatsverlängerung für die Bundeswehreinsätze werden ein konkreter Abzugsplan (Exit-Strategie), Friedensverhandlungen und ziviler Wiederaufbau gefordert. Viele Veranstaltungen zum 1. September nehmen darauf Bezug. Auf der Website des Netzwerk Friedenskooperative findet sich eine Terminübersicht zum Antikriegstag 2007 unter
>> http://www.friedenskooperative.de/akt07ter.htm
und eine kleine Textsammlung zur Geschichte des Antikriegstags, Aktionsaufrufe, Presseberichte sowie die Aktionstermine unter
>> http://www.friedenskooperative.de/netzwerk/akt07-00.htm


:: 01.09.2007 - 10 bis 16 Uhr im DGB-Haus in Stuttgart: "Der Feind steht im eigenen Lande. Die Friedensbewegung gegen Militarismus und Krieg

Antimilitaristischer Friedenskongress des Friedensnetzes Baden-Württemberg zum 100. Jahrestag des Sozialistenkongress in Stuttgart. Themen und Erkenntnisse des Sozialistenkongresses vor 100 Jahren sind für die Friedensbewegung heute ungebrochen aktuell. Am 4. August 1914 stimmte die SPD-Fraktion geschlossen für die Kriegskredite, die dem Kaiserreich nach dessen Kriegserklärung an Russland vom 2. August die totale Mobilmachung ermöglichten. 85 Jahre später beteiligte sich die rot-grüne Bundesregierung am Nato-Krieg gegen Jugoslawien. Seit April 2007 werden 6 Tornado Kampfflugzeuge in Afghanistan stationiert - mit den Stimmen von SPD und CDU. Auftaktplenum, Workshops und Abschlusspodium mit: Andreas Nolte (Gewerkschaftssekretär, IG Metall Stuttgart), Paul Russmann (Ohne Rüstung Leben, ORL), Peter Strutynski (Bundesausschuss Friedensratschlag ), Heike Hänsel (MdB, Die Linke.), Tobias Pflüger (MdEP), Joachim Guilliard (Antikriegsforum Heidelberg), Claudia Haydt (Mitarbeiterin der
Fraktion Die Linke. im Bundestag), Jürgen Wagner (geschäftsführender Vorstand der Informationsstelle Militarisierung e.V./IMI). Kontakt:
>> http://www.friedensnetz.de/


:: 01.09.2007 - 17.00 Uhr in Düsseldorf: Verleihung des Düsseldorfer Friedenspreis 2007 für Bruder Matthäus Werner und Hubert Ostendorf

Die Gruppen der Düsseldorfer Friedensbewegung werden am 1. September - dem Antikriegstag - den Düsseldorfer Friedenspreis 2007 an Bruder Matthäus Werner und Hubert Ostendorf verleihen. Bruder Matthäus und Hubert Ostendorf setzen sich in beispielhafter Weise für Bedürftige, Wohnungslose und Flüchtlinge ein. Dazu dient u.a. fiftyfifty, eines der erfolgreichsten Obdachlosenmagazine ganz Deutschlands. Hier können sich Obdachlose öffentlich zu Wort melden und zugleich durch den Vertrieb der Zeitung ein Stück Würde zurückgewinnen. Ein weiteres Element ist die fiftyfifty - Galerie, mit deren Erlös zahlreiche Wohnungslose unterstützt werden. So konnten inzwischen fast 3.000 Obdachlose in neuen Wohnungen untergebracht werden. In jeder Gesellschaft sind Recht und Gerechtigkeit die Basis für einen dauerhaften Frieden. Um diesen zu bewahren sind der Blick auf und der Einsatz für die an den Rand Gedrängten, die Armen und Benachteiligten von entscheidender Bedeutung. In diesem Sinne haben
sich Bruder Matthäus und Hubert Ostendorf für die Menschen und den Frieden in Düsseldorf eingesetzt. Der undotierte Düsseldorfer Friedenspreis wird seit 2002 von den Initiativen Deutsche Friedensgesellschaft - Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK Düsseldorf), Friedensforum Düsseldorf, Menschen für den Frieden, Ökumenisches Friedensnetz Düsseldorfer Christinnen und Christen und Pax Christi - Basisgruppe Düsseldorf verliehen, um Einzelpersonen oder Gruppen zu ehren, die von "unten her" dazu beigetragen haben, die Verständigung der Menschen untereinander zu fördern, Feindbilder ab- und Vertrauen aufzubauen. Rückfragen bitte an: Menschen für den Frieden c/o Erika Bosch, E-Mail: menschen-fuer-den-frieden@t-online.de , Internet:
>> http://www.antikriegsbuendnis-duesseldorf.de


:: 03.-07.09.2007 - Europäische Sommer-Universität Ravensbrück: Zwangsprostitution und Krieg im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert

Die Gedenkstätte Ravensbrück führt seit 2005 eine Sommer-Universität mit jährlich wechselnden Schwerpunktthemen durch. Die diesjährige Europäische Sommer-Universität ist dem Thema "Zwangsprostitution und Krieg im 20. und beginnenden 21. Jahrhundert" gewidmet. Sie greift das Thema der Werkstattausstellung "Sex-Zwangsarbeit in NS-Konzentrationslagern" auf, die noch bis zum 30. September 2007 in der Gedenkstätte Ravensbrück zu sehen ist. Die Konferenz fragt nach dem Zusammenhang zwischen sexueller Gewalt und Krieg. Diskutiert werden Zwangsprostitution in den NS-Konzentrationslagern und den japanisch besetzten Gebieten während des Zweiten Weltkrieges. Dabei stehen die Erzählungen der Opfer im Vordergrund. Weitere Schwerpunkte sind die Formen der Darstellung und Repräsentation von Zwangsprostitution sowie Fragen des juristischen Umgangs im internationalen Kontext. VA: Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück / Stiftung Brandenburgische Gedenkstätten, Heinrich-Böll-Stiftung, Stiftung Top
ographie des Terrors. Anmeldefrist: bis 20. August 2007. Anmeldekontakt Tagungsbüro: Robert Sommer (10.00 - 14.00 Uhr); Tel: 0162-2081329 oder 033093-608-13; eMail: sommer-uni@ravensbrueck.de. Ausführliche Infos
>> http://www.ravensbrueck.de/mgr/deutsch/gedenkstaette/veranstaltungen/sommeruni07.htm


:: 07.-09.09.2007 im Bildungs- und Begegnungszentrum "Clara Sahlberg", Berlin am Wannsee: Das Recht auf einen Ort - Migration, Bleiberecht und repressive Integration

Jahrestagung des Komitee für Grundrechte und Demokratie. Auf dieser Tagung soll die öffentlich kontrovers geführten Diskussionen über "Integration", "Bleiberecht" und "Migration" in Anlehnung an Hannah Arendts Feststellung, Flüchtlinge und Migranten bedürfen eines Standpunktes in der Welt, unter dem Aspekt "das Recht auf einen Ort" einer menschenrechtlichen Kritik unterzogen und über politisch praktische Initiativen zusammen mit anderen Gruppen nachgedacht werden. "Das Recht auf einen Ort", der menschenrechtlich gebotene Anspruch auf einen Ort, an dem zugewanderte Menschen ankommen und bleiben, politische Subjekte werden und soziale Rechte in Anspruch nehmen können, verbindet diese ansonst unterschiedlich behandelten und diskutierten Facetten von Immigrationspolitik. Ziel der Tagung soll es sein, eine menschenrechtlich politische Ortsbestimmung in den aktuellen Auseinandersetzungen mit der deutschen Ausländer- und der europäischen Migrationspolitik vorzunehmen, die eigene Ur
teilskraft und die Konturen menschenrechtlicher Kritik zu schärfen sowie menschenrechtlich angemessene Initiativen anzustoßen und zu verfolgen. Kontakt: eMail: info@grundrechtekomitee.de, Internet: http://www.grundrechtekomitee.de


:: 14.09.2007 - 20.00Uhr im Schlatterhaus in Tübingen: Was suchen deutsche Soldaten am Hindukusch?

Podiumsdiskussion mit MdB Heike Hänsel (Tübingen) und Oberstleutnant Jürgen Rose (München). Rund 3 000 deutsche Soldaten sind derzeit in Afghanistan eingesetzt. Die Verlängerung ihres Mandats soll der Bundestag in diesem Herbst beschließen. Nach offizieller Meinung sollen sie dort im Rahmen der NATO-geführten ISAF-Truppe den Frieden aufbauen. Aber sie verwickeln sich immer tiefer in einen Konflikt, der militärisch nicht zu lösen ist. Der Frieden in Afghanistan rückt in immer weitere Ferne. Seit Beginn der 1990er Jahre sind immer mehr Soldaten der Bundeswehr weltweit im Einsatz: Auf dem Balkan, im Libanon, am Horn von Afrika, in Afghanistan. Die Verantwortlichen sagen uns, dass Deutschland damit seine Verantwortung als Teil der Völkergemeinschaft wahrnehme. Aber keiner dieser Militäreinsätze hat bisher zu einem echten Frieden geführt. VA: Friedensplenum Tübingen. Flugblatt und weitere Infos auch zur Großdemo unter
>> http://www.friedensplenum-tuebingen.de


:: 15.09.2007 Berlin: Demonstration "Frieden für Afghanistan - Keine Verlängerung der Bundeswehreinsätze!"

Im September und Oktober steht die Fortsetzung der Beteiligung der Bundeswehr an dem NATO-Krieg "Operation Enduring Freedom" und dem UN-mandatierten ISAF-Einsatz auf der Tagesordnung im Bundestag. Erneut steht die Entscheidung Krieg oder Frieden an. Aus diesem Anlass bekräftigt ein breites Bündnis der Friedensbewegung sein entschiedenes NEIN zum Krieg. Die Abgeordneten des Deutschen Bundestages werden aufgefordert, einer Mandatsverlängerung nicht zuzustimmen! Zeit und Ort werden noch bekannt gegeben. Mehr unter
>> http://www.bundeswehr-raus-aus-afghanistan.de


:: 21./22.09.2007 in Stuttgart: Rohstoffkriege als Bekenntnisfrage?

Pax Christi-Konsultationstage. Das neue Weißbuch der Bundeswehr vom Herbst 2006 sieht künftige Aufgaben der Bundeswehr in der weltweiten Sicherung des "freien und ungehinderten Welthandel(s) als Grundlage unseres Wohlstands (Weißbuch 1.3)". Strategiepapiere der NATO sehen die militärische Sicherung unserer Energie- und Rohstoffversorgung als künftige Aufgabe des Bündnisses. Wie aktuell sind solche Szenarien? Drohen uns Kriege um Energie, Rohstoffe und freien Welthandel? Wie ist die aktuelle militärpolitische Diskussion vor dem Hintergrund der christlichen Friedensethik zu beurteilen? Stellen solche Militäreinsätze eine Bekenntnisfrage für den christlichen Glauben dar? Das Seminar möchte diesen Fragen nachgehen. Referenten: Andreas Zumach und Peter Bürger. Veranstalter: pax christi Bistumsstelle Rottenburg-Stuttgart / pax christi Deutschen Sektion / Kath. Bildungswerk Stuttgart. Information und formlose Anmeldung bei: Pax Christi Bistumsstelle Rottenburg-Stuttgart, Tel.: 0711
- 9791 216, E-Mail: paxchristi.rs@gaia.de . Ausführliches Programm
>> http://www.paxchristi.de/news/kurzmeldungen/one.news.km/index.html?entry=page.news.km.285


:: 25.09.2007 - 20.00 Uhr, JUBEZ in Karlsruhe: Deutschland - Am Hindukusch verteidigen!? Militärischer Einsatz am Beispiel Afghanistan

Vortrag und Diskussion mit Dr. phil. Matin Baraki, Afghanistan-Experte, Politologe an der Universität Marburg. Seit 2002 beteiligt sich Deutschland an militärischen Einsätzen und am Wiederaufbau in Afghanistan. In der bundesdeutschen Bevölkerung sind diese Auslandseinsätze sehr umstritten - eine deutliche Mehrheit lehnt sie ab. Nach fast 6 Jahren militärischer Intervention in diesem Land hat sich die Lage der Bevölkerung kaum gebessert. Dagegen ist der Widerstand im Land stärker geworden und die Zahl der Selbstmordanschläge ist geradezu explodiert. Die Bevölkerung leidet nicht nur unter den Anschlägen der Taliban, sondern immer mehr auch unter den Luftangriffen und deren "Kollateralschäden". Militärische Gewalt erweist sich mehr und mehr als kontraproduktiv, und ein Ausweg ist kaum mehr erkennbar. Wo steht Afghanistan heute? Kann das Land durch militärischen Einsatz wirklich befriedet werden? Wenn nicht - wie sonst kann der leidgeprüften Bevölkerung geholfen werden? Dr. Matin
Baraki berichtet über den Konflikt und versucht, nichtmilitärische Lösungen aufzuzeigen, um die Spirale der Gewalt und die Logik des Krieges zu durchbrechen. VA: JUBEZ / Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe, Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen, Friedensbündnis Karlsruhe, Forum für Gesellschaftlichen Frieden, Internationaler Versöhnungsbund, Werkstatt für Gewaltfreie Aktion. Kontakt: Sonnhild u. Ulli Thiel, EMail: suthiel@t-online.de


:: 16.-19.10.07 - Niederkaufungen: Ausbildung zur TrainerIn in ziviler und gewaltfreier Konfliktbearbeitung

Deutschsprachiger Aufbaukurs, Erstes Seminar. Die Ausbildung wurde für Menschen konzipiert, die eine neue Orientierung und Qualifikation suchen. Die bisherigen Teilnehmer kommen aus Nichtregierungsorganisationen (NGO), der Jugendarbeit, Organisationen der Entwicklungszusammenarbeit, Schule, kirchliche Gemeindearbeit, sozialpädagogischen Arbeitsfeldern, professioneller Trainingsarbeit. Was die Veranstalter sich wünschen: Menschen, die sich mit dem Thema: Konflikt und interkulturelle Arbeit auseinander gesetzt und Erfahrungen gesammelt haben. VA: Europäisches Institut Conflict-Culture-Cooperation sowie Friedenskreis Halle, Fränkische Bildungswerk für Friedensarbeit e.V. (FBF). Infos bei Karl-Heinz Bittl, E-Mail bittl@eiccc.org. Ausführliches Programm
>> http://fit-for-conflict.de/train07.htm


:: 27.10.2007 - 10.00-18.30 Uhr in Darmstadt: "Biblis jetzt abschalten".

Das Programm dieses Kongresses umfasst Vorträge rund um das Atomkraftwerk Biblis von
renommierten Experten wie Prof. Dr. Klaus Traube oder Prof. Dr. Olav Hohmeyer sowie eine abschließende Podiumsdiskussion u.a. mit dem Kraftwerksbetreiber RWE. Der Kongress bietet die wesentlichen Argumente für den Atomausstieg in Biblis in gebündelter Form. Nicht zuletzt wird es auch darum gehen, dass Strom aus Atomkraft (und auch Kohle) zu 100% durch erneuerbare Energien und effiziente Stromnutzung ersetzt werden kann. VA: BUND Hessen, BUND Baden-Württemberg, BUND Rheinland-Pfalz, Bund Naturschutz Bayern, IPPNW. E-Mail-Kontakt: guido.carl@bund-hessen.de, Internet:
>> http://www.bund-hessen.de/aktuell/idx_bibliskongress.html

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Weitere Termine finden sich u.a.:

:: Netzwerk Friedenskooperative >> http://www.friedenskooperative.de/

:: Bessere Welt Links. Norbert's Bookmarks für engagierte Leute >> http://www.bessereweltlinks.de/index.php?cat=6108

:: Attac >> http://www.attac.de/termine/index.php


Diese E-Mail wurde klimafreundlich und
atomstromfrei erzeugt >> http://www.stromrebellen.de


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