Date: June 19th 2007

==== Lebenshaus-Newsletter ===============================================

Liebe Freundinnen und Freunde,

auch in diesem Newsletter beschäftigen wir uns nochmals in zahlreichen Artikeln mit dem G8-Gipfel bzw. den Protesten. Dies waren wahrlich ereignisreiche Tage in Rostock und Heiligendamm. Wurde anfangs fast nur noch über Gewalt geredet, so ist es der gewaltfreien Bewegung mit ihrem bunten Protest gelungen, ihre globalisierungskritischen Ziele gut in die Öffentlichkeit zu transportieren. Viele Menschen haben zum ersten Mal Erfahrungen mit gewaltfreien Widerstandsformen gemacht. Peter Bürger meint sogar - und hoffentlich hat er recht damit -, dass nach Heiligendamm die Zeit der Gewaltfreiheit und des zivilen Ungehorsams unwiderruflich da sei. Die menschlichen Erfahrungen und Veränderungen von zehntausend Blockierern um Heiligendamm, von zahlreichen Anwohnerinnen und Anwohnern und auch von Medienleuten vor Ort würden eine Welle der Angstfreiheit nach sich ziehen. Immer wieder werde es die Runde machen: "No fear!" Mehr dazu im Artikel "Die Zeit des zivilen Ungehorsams ist da!"


Lob der Ungeduld!

Die Ungeduld ist nötig
denn sie unterscheidet uns
von Maschinen
mit denen sich alles
anfangen läßt

Aber ich habe gelernt
meine Ungeduld zu bezähmen
dank der täglichen Arbeit des Forschens
nach den Voraussetzungen
einer Bewegung die uns helfen kann
uns unsere Ungeduld
durch nichts mehr rauben zu lassen

Nur keine Hast!
Rom wurde nicht an einem
Tage erbaut
Laßt uns zuerst die Bewegung
sorgsam in Gang bringen
Dann kommt auch ihr zum Zug.

(Erich Fried)

Shalom Salaam Pace
Ihr / Euer
Michael Schmid


-----------------------------------------------

Inhaltsübersicht
----------------

I. Artikel

:: 01. Gandhi - Die Überwindung westlicher Gewalt

:: 02. Polizei ist Protest von Beginn an eskalierend und kriminalisierend begegnet

:: 03. Mit offenem Visier

:: 04. Die Zeit des zivilen Ungehorsams ist da!

:: 05. Schönes Wetter in MeckPomm

:: 06. G8: Achte auf das, was sie tun, nicht auf das, was sie sagen

:: 07. Schauspieler in Not

:: 08. Ruf an den G8-Gipfel in Heiligendamm

:: 09. "Kirche Gib 8!"

:: 10. Totaler Kriegsdienstverweigerer erneut bei der Bundeswehr inhaftiert

:: 11. Das Ende der Abrüstung

:: 12. Zwischen Erderwärmung und Eiszeit

:: 13. Putins letzte Schlacht

:: 14. KSE-Abkommen steht auf dem Spiel

:: 15. Krokodilstränen

:: 16. Yassir Arafats größter Fehler

:: 17. Vierzig schlimme Jahre

:: 18. Kleine Ahmadinejads

:: 19. Norman Solomons neuer Film: Opposition gegen den Krieg leicht gemacht

:: 20. Menschenrechtskriegspropaganda

:: 21. Die Intelligenz des Bösen

:: 22. PRO ASYL fordert einen umfassenden Rettungsplan für Flüchtlinge

:: 23. Schäuble Reisen - Der One-Way Spezialist


II. Hinweise

III. Veranstaltungstermine

========================

I. Artikel

:: 01. Gandhi - Die Überwindung westlicher Gewalt

Die Relevanz des Buches Gandhi und der Begriff des Politischen: Staat, Religion und Gewalt von Dieter Conrad könnte nicht deutlicher hervortreten als in unserer Zeit. Der globale kapitalistische Markt unterwirft alles Leben der Logik der Kapitalakkumulation für die Eigentümer von Kapital. Das US-Imperium mit seinen Untergliederungen und Verbündeten schützt diesen Mechanismus durch militärische, politische und ideologische Gewalt. Es ist höchste Zeit, von Gandhi zu lernen. Dazu ist dieses Buch eine unschätzbare Hilfe. Eine Rezension von Ulrich Duchrow.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004478.html


:: 02. Polizei ist Protest von Beginn an eskalierend und kriminalisierend begegnet

Vom 2. bis 8. Juni 2007 trafen sich rund um Rostock und Heiligendamm Kritiker und Kritikerinnen der Politik der G-8-Staaten. Engagiert und informiert setzen sich internationale Bewegungen für eine radikal andere, eine demokratische, menschenrechtliche und die Umwelt schützende und erhaltende Politik ein. Diese Proteste hat das Komitee für Grundrechte und Demokratie mit insgesamt 30 Demonstrationsbeobachtern und -beobachterinnen begleitet und nun ein erstes deutliches Resümee gezogen: Die Polizei ist dem Protest von Beginn aller Planungen an eskalierend und kriminalisierend begegnet. Von Elke Steven.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004466.html


:: 03. Mit offenem Visier

Was für ein genialer Strategie-Erfolg: Nach 1.000 Verletzten und angeblich einer Million Euro Sachschaden sind 70 Prozent der Bevölkerung für ein generelles G 8-Demonstrationsverbot. Das muss auch das Bundesverfassungsgericht zur Kenntnis nehmen. Jetzt werde niemand mehr sagen, das Polizeiaufgebot sei übertrieben gewesen, triumphiert der Innenminister. Es habe sich als richtig erwiesen, dass wir "Vorsorge treiben". Womit die staatlich betriebene Modernisierung der Notstandsgesetze als legitimiert dasteht. Das Recht auf demokratischen Widerstand muss verteidigt werden. Von Daniela Dahn.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004463.html


:: 04. Die Zeit des zivilen Ungehorsams ist da!

Nach Heiligendamm sieht die Welt anders aus! Die Zeit der Gewaltfreiheit und des zivilen Ungehorsams ist - unwiderruflich - da. Die menschlichen Erfahrungen und Veränderungen von zehntausend Blockierern um Heiligendamm, von zahlreichen AnwohnerInnen und auch von Medienleuten vor Ort werden eine Welle der Angstfreiheit nach sich ziehen. Immer wieder wird es die Runde machen: "No fear!" TeilnehmerInnen übertreffen sich in ihren Berichten gegenseitig an Dankbarkeit gegenüber unzählig vielen Menschen, die um Heiligendamm die Wirklichkeit eines menschlichen Miteinanders als Alternative gelebt haben. Der Countdown für die Diskreditierung staatlich erwünschter Kriegsspiele auf der Straße hat begonnen, und die lustvolle, gemeinsame Entdeckung eines fröhlichen Ungehorsams im ungeschmälert breiten Spektrum lässt sich nicht zerreden. Nach Heiligendamm müssen das "neoliberale" System und eine Politik, die die Konzernagenda bedient, mit den Menschen rechnen. Gewalt und Wunder - Heiligenda
mm und Rostock aus der Sicht eines christlichen Pazifisten. Von Peter Bürger.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004470.html


:: 05. Schönes Wetter in MeckPomm

Vielfalt des Protests gegen Einfalt der Staatsgewalt. Von Elmar Altvater.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004477.html


:: 06. G8: Achte auf das, was sie tun, nicht auf das, was sie sagen

Die Führer der G8-Staaten präsentieren sich als eine Macht, die sich uneingeschränkt für das Gute einsetzt. Manchmal scheitern sie, aber sie streben nur danach, die Welt besser zu gestalten. Bob Geldof und Bono hauchen diesem Gespinst Leben ein, indem sie über die guten Werke sprechen, die unsere Führer tun könnten, oder über die guten Werke, die sie zu tun unterlassen haben, ohne aber die aktiven Schädigungen zu erwähnen. Sie weigern sich einzugestehen, dass das, was die reichen Staaten mit dem kleinen Finger geben, sie mit beiden Händen wieder reinholen. Von George Monbiot.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004468.html


:: 07. Schauspieler in Not

Angela Merkels Klimapolitik auf dem G 8-Gipfel war - gelinde gesagt - eine gute Schauspielerleistung. Sie hat um Klimaziele gerungen, ja. Aber wissen wir nicht seit Jahren, dass solche Ziele hierzulande nur Staatslyrik sind? Umgesetzt werden sie durchaus nicht. Merkel weiß genau, dass die deutschen Unternehmen, die am europäischen Emissionshandelssystem für Kohlendioxid teilnehmen, ihren Ausstoß des Klimagases 2006 um 0,8 Prozent erhöht haben. Und dass ihr Kabinett nichts, aber auch gar nichts dagegen tut. "In Betracht ziehen" wäre immerhin schon besser, als nur über Ziele zu phantasieren. Von Michael Jäger.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004475.html


:: 08. Ruf an den G8-Gipfel in Heiligendamm

Der Theologe Ulrich Duchrow hat in einer Rede bei der Kirchentagsdemo "Kirche Gib 8" am 7. Juni 2007 in Köln die G8 hauptverantwortlich für die bedrohlichen Probleme auf diesem Planeten gemacht. Von G8 deren Lösung zu erwarten, hieße den Bock zum Gärtner machen. Von den Kirchen erwarte er, dass diese klar an die Seite der Verlierer und vor allem Verliererinnen der G8-Globalisierung gehören, an die Seite der Erwerbslosen, der prekär lebenden Lohnabhängigen, der solidarischen sozialen Bewegungen und Gewerkschaften. Nur durch Bündnisse von unten und einen gemeinsamen hartnäckigen Kampf der Betroffenen würden wir die zerstörerische kapitalistische Globalisierung von oben überwinden, würden wir solidarisches Wirtschaften für das Leben lernen, würden wir die Kriege für Wirtschaftsinteressen durch Verweigerung aushungern.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004471.html


:: 09. "Kirche Gib 8!"

Jubel über das nahende Ende der Bush-Ära vor dem Kölner Dom: Kritik an der Globalisierung bestimmte auch den Evangelischen Kirchentag in Köln. In einem Interview beantwortet der Theologe Ulrich Duchrow Fragen von Peter Bürger nach dem christlichen Beitrag zur Globalisierungskritik. Dabei treten deutliche Unterschiede zutage zum Reformdialog mit der Politprominenz, wie er im offiziellen Kirchentagsprogramm vorherrschte.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004472.html


:: 10. Totaler Kriegsdienstverweigerer erneut bei der Bundeswehr inhaftiert

Der Totale Kriegsdienstverweigerer Jonas Grote wurde am gestrigen Nachmittag erneut für 21 Tage bei der Bundeswehr inhaftiert. Bereits vom 23. Mai bis zum 12. Juni war der 19-Jährige bei der Heeresfliegerstaffel 269 in Roth bei Nürnberg wegen seiner konsequenten Ablehnung der Wehrpflicht und der Verweigerung aller Befehle mit Arrest bestraft worden. KDV-Organisationen fordern Beachtung der Gewissensfreiheit und sofortige Beendigung des Arrestes.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004476.html


:: 11. Das Ende der Abrüstung

Wladimir Putin irritiert die NATO. Immer deutlicher kritisiert der russische Präsident die Sicherheitspolitik des Westens. So mancher im Westen fürchtet deshalb eine neue Eiszeit oder - wie Außenminister Steinmeier - eine "Spirale des Misstrauens" zwischen Russland und dem Westen. Die Auseinandersetzung um den Vertrag über Konventionelle Streitkräfte in Europa (KSE) ist ein gutes Beispiel, um mehr Klarheit über die Beweggründe der Moskauer Führung zu gewinnen. Von Otfried Nassauer.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004469.html


:: 12. Zwischen Erderwärmung und Eiszeit

George Bush schien überrascht, als ihm Russlands Präsident am Rande des G 8-Gipfels vorschlug, doch gemeinsam ein Raketenabwehrsystem in Irans Nachbarschaft, in Aserbaidschan, zu betreiben. Die Amerikaner könnten dann, so Putin, auf ihre in Polen und Tschechien geplanten Raketenbasen verzichten. Bisher kann sich die US-Regierung dafür nicht erwärmen. Weil sie mit der Brechstange Russlands nukleare Parität aushebeln will. Von Wolfgang Kötter.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004479.html


:: 13. Putins letzte Schlacht

Der Streit zwischen Russland und den USA um ihre geplanten Raketenabwehrsysteme in Osteuropa ist Teil eines grundsätzlichen Konflikts: Ist der Westen bereit, Russland mitentscheiden zu lassen? Der Ton wird schärfer: Ein Jahr vor den russischen Präsidentschaftswahlen manifestiert Wladimir Putin Russlands Dissens zum Westen. Von Otfried Nassauer.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004482.html


:: 14. KSE-Abkommen steht auf dem Spiel

Am 12. Juni hat in Wien eine von Russland geforderte Sonderkonferenz zum Vertrag über die Begrenzung der Konventionellen Streitkräfte in Europa (KSE-Vertrag) begonnen. Sie reiht sich ein in verstärkte Bemühungen zur atmosphärischen Erwärmung, denn seit einiger Zeit ist das Klima zwischen Moskau und dem Westen spürbar frostig. Von Wolfgang Kötter.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004474.html


:: 15. Krokodilstränen

Was geschieht, wenn anderthalb Millionen Menschen auf einem winzigen, unfruchtbaren Streifen Land eingesperrt sind, abgeschnitten von ihren Landsleuten und jedem Kontakt zur Außenwelt, Opfer einer wirtschaftlichen Blockade und nicht mehr in der Lage, ihre Familien zu ernähren? Vor einigen Monaten beschrieb ich diese Situation als ein soziologisches Experiment Israels, der USA und der EU. Die Bevölkerung des Gazastreifens diente als Versuchskaninchen. In dieser Woche zeigte das Experiment Ergebnisse. Von Uri Avnery.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004480.html


:: 16. Yassir Arafats größter Fehler

Missachtete Volkssouveränität: Der Alleinvertretungsanspruch der PLO während des Oslo-Prozesses in den neunziger Jahren ist eine entscheidende Ursache für die derzeitigen innerpalästinensischen Konflikte. Von Mohssen Massarrat.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004464.html


:: 17. Vierzig schlimme Jahre

Die Besatzung schafft Fäulnis, die durch alle Poren des nationalen Organismus dringt. Nach 40 Jahren gibt es wenig Ähnlichkeit zwischen dem Staat Israel, wie er heute ist und dem, wie ihn sich die Gründer in ihrer Phantasie vorgestellt haben: ein Modell sozialer Gerechtigkeit, Gleichheit und Frieden. Die Gründer träumten von einer modernen, aufgeklärten, säkularen, liberalen, sozial fortschrittlichen Gesellschaft mit blühender Wirtschaft, die allen zugute kommt. Die Realität, wie wir sie kennen, sieht sehr anders aus. Von Uri Avnery.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004467.html


:: 18. Kleine Ahmadinejads

Es gibt nicht nur in Teheran einen Satan. Er lebt hier mitten unter uns. Israel wird überflutet von einem schmutzigen Strom blau-weißer Ahmadinejads: wenn der Präsident des Iran vorschlägt, Israel zu zerstören, schlagen sie, die ja kleiner als er sind, nur vor, die Dörfer auszuradieren, dem Boden gleich zu machen, die ganze Bevölkerung auszuhungern und eben nur sie umzubringen. Von Gideon Levy.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004484.html


:: 19. Norman Solomons neuer Film: Opposition gegen den Krieg leicht gemacht

Der neue Film 'War Made Easy: How Presidents and Pundits Keep Spinning Us to Death' erleichtert uns das Argumentieren gegen den Krieg. Wenn Sie mit anderen über das Thema Krieg diskutieren, können Sie sich auf viele Argumente berufen, die in diesem Film klar zum Ausdruck kommen - oder noch besser, Sie überzeugen Kriegsbefürworter, sich 'War Made Easy...' anzusehen. Am besten wäre allerdings, alle Amerikaner würden Solomons gleichnamiges Buch, auf dem der Film basiert, lesen. Von David Swanson.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004481.html


:: 20. Menschenrechtskriegspropaganda

Die Zahlen gleichen sich. Im Sudan und im Irak wurden über zwei Millionen Menschen in die Flucht getrieben. Die Zahl der Todesopfer im Irak war sogar über drei mal so hoch: Ungefähr 650.000 Iraker und Irakerinnen waren bis Juni 2006 Opfer von Krieg und Besatzung geworden. Während die einseitigen Schuldzuweisungen gegen den Sudan auch nach Ansicht einer Untersuchungskommission der UNO nicht haltbar sind, gibt es keinen Zweifel, wer in erster Linie für die Toten im Irak verantwortlich ist. Dennoch dient die Krise in Darfur als Anlaß für eine breite Kampagne gegen den Sudan, dieweil man ähnlich engagierte Reaktionen gegen den massenhaften Mord in Irak vergeblich sucht. Zum selektiven Umgang mit Menschenrechten am Beispiel Irak und Sudan. Von Joachim Guilliard.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004483.html


:: 21. Die Intelligenz des Bösen

Kosmokraten: Armut und Elend der Welt - beschrieben in drei unterschiedlichen Sachbüchern. Von Ekkehart Krippendorff.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004465.html


:: 22. PRO ASYL fordert einen umfassenden Rettungsplan für Flüchtlinge

PRO ASYL fordert die in Luxemburg tagenden EU-Innenminister auf, einen umfassenden Rettungsplan für Flüchtlinge zu beschließen. Um das Massensterben an den europäischen Außengrenzen zu beenden, muss aus Sicht von PRO ASYL eine Rückbesinnung auf Grundwerte und die Wiederherstellung rechtsstaatlicher Prinzipien stattfinden. Momentan herrscht auf See das Gesetz des Dschungels. Flüchtlinge ertrinken - EU-Staaten schauen zu und diskutieren die jeweilige Nichtzuständigkeit für die Rettung. Von Karl Kopp.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/004473.html


:: 23. Schäuble Reisen - Der One-Way Spezialist

Pro Asyl hat eine Kampagne gegen Abschiebung und die Verschärfung des Zuwanderungsgesetzes gestartet. Unter dem Slogan "Schäuble-Reisen - der One-Way-Spezialist" werden Abschiebungen in den Irak, Kongo, nach Tschetschenien und Afghanistan massiv kritisiert. Pro Asyl fordert: Flüchtlinge müssen in Deutschland Schutz finden! Humanitäre Aufenthaltsrechte gewähren! Schluss mit der rigorosen Abschiebepraxis! Diese Forderungen können Sie mit Ihrer Unterschrift online unterstützen.
>> http://www.lebenshaus-alb.de/magazin/aktionen/004485.html


========================

II. Hinweise

:: Totaler Kriegsdienstverweigerer Jonas Grote erneut bei der Bundeswehr inhaftiert: Schreibt Briefe!

Der 19 jährige totale Kriegsdienstverweigerer Jonas Grote, der sich am 15. Mai in einer öffentlichen Aktion in Karlsruhe gestellt hat, ist weiterhin bis Anfang Juli in Arrest (siehe Artikel oben: "Totaler Kriegsdienstverweigerer erneut bei der Bundeswehr inhaftiert"). Die DFG-VK teilt mit, dass er bis zur zweiten Inhaftnahme letzte Woche bereits viel Solidarität durch Briefe, Postkarten, begleitende Aktionen örtlicher DFG-VK Gruppen und auch regionale und überregionale Medien erfahren hat. Die Friedensorganisation bittet: Schreibt ihm einen unterstützenden Brief an: Jonas Grote, c/o Wache/Arrestzelle, Heeresfliegerstaffel 269, Otto-Lilienthal-Kaserne, 91154 Roth. Berichte in den Medien u.a.:
>> http://www.jungewelt.de/2007/06-18/050.php
>> http://www.taz.de/index.php?id=archiv&dig=2007/06/08/a0171


:: 50 Jahre lokale Friedensarbeit

Dieses Jahr im September wird die Karlsruher Gruppe der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) 50 Jahre alt. Zu diesem Jubiläum wurde eine Chronik erstellt, in der auf diese fünf Jahrzehnte lokaler Friedensarbeit zurückgeblickt wird. Durch viele hunderte Aktionen und Veranstaltungen konnten in diesem Zeitraum mehrere tausend Menschen angesprochen werden. Ungefähr 20 - 30.000 Wehrpflichtige erfuhren durch die Informations-, Beratungs- und Beistandsarbeit Hilfe in ihren Anerkennungsverfahren als Kriegsdienstverweigerer. Auch einige überregionale Ideen und Initiativen hatten ihren Ursprung in der Karlsruher DFG-VK, so z.B. das Motto "Frieden schaffen ohne Waffen" und die Menschenkette gegen die Atomraketen, die im Herbst 1983 Stuttgart mit Neu-Ulm verband. Die 32-seitige Festschrift gibt einen anschaulichen Einblick in ein halbes Jahrhundert lebendiger und phantasievoller Friedensarbeit an der Basis. Sie will den Leser/innen Mut machen, selbst
vor Ort aktiv zu werden bzw. zu bleiben. Die Broschüre kann angefordert werden bei: DFG-VK Karlsruhe, Alberichstr. 9, 76185 Karlsruhe, Tel. 0721-552270, eMail : suthiel@t-online.de


:: Auch Kirchen können Beitrag zum Klimaschutz leisten
Immer mehr Kirchengemeinden suchen in ihrem Verantwortungsbereich nach Möglichkeiten, ihren Beitrag zum Klimaschutz zu leisten und ihre eigene CO2-Bilanz zu verbessern. Hinzu kommen die landesweit gleichen Rahmenbedingungen: Wachsender Kostendruck und leere Kassen. Die Gemeinden haben deshalb die rationelle Energieverwendung in ihren Liegenschaften längst als Möglichkeit entdeckt, die steigenden Ausgaben für Strom, Wasser und Gas zu reduzieren. Jedoch bleibt ein bedeutendes Potential noch unausgeschöpft. Die EnergieAgentur.NRW schätzt, dass die Kirchengemeinden und kirchlichen Einrichtungen in Deutschland im Jahr weit über 100 Millionen Euro Energiekosten und damit über 300.000 Tonnen CO2 einsparen könnten. Möglich wäre das durch die energetische Optimierung und Modernisierung in den kirchlichen Liegenschaften. Um diese Einsparmöglichkeiten zu verwirklichen, ist allerdings teilweise Spezialwissen erforderlich, das den ehrenamtlich tätigen Verantwortlichen in den Gemeinden in
der Regel nicht zugänglich ist. Die EnergieAgentur.NRW erstellte einen Leitfaden, der die technischen Zusammenhänge in kirchlichen Gebäuden erläutert und Handlungsoptionen aufzeigt. Er richtet sich an die in den Kirchengemeinden für die Bereiche "Bau und Gebäudeerhaltung", "Technik" und "Finanzen" zuständigen Personen. Der Leitfaden kann bei der EnergieAgentur.NRW unentgeltlich bestellt werden unter
>> http://www.energieagentur.nrw.de .


:: US-Liedermacher plant Konzerte in Deutschland

Michael Stern ist ein Folksinger und Liedermacher und hat sich sein ganzes Leben lang in den USA (Seattle) für den Frieden engagiert. Michael plant, im Sommer 2008 Deutschland zu besuchen und möchte gerne Konzerte in Gottesdiensten und/oder Schulen sowie im Rahmen von Folkfestivals geben. Wenn Sie Interesse an einem Konzert in Ihrer Gemeinde oder Schule haben, können Sie ihn und seine Frau Carol in Ihre Gemeinde einladen. Dazu bräuchte er erstens Unterkunft für die Nacht oder Nächte an den Tagen, an denen das Konzert stattfindet, zweitens ein minimales Honorar von 200 US-Dollar, um einen Teil seiner Kosten zu decken (Dafür gibt er ein Konzert, das mindestens eine Stunde dauert) und drittens eine adäquate Anlage mit 2 bis 3 Mikrofonen für akustische Gitarre, Banjo und Gesang. Information und Kontakt: http://www.mikesongs.net, mikesongs@earthlink.net Michael hat viele Friedenskonzerte, sowohl in weltlichem Rahmen, als auch in fortschrittlichen Kirchengemeinden gegeben - immer z
ur Freude und Dankbarkeit seiner Zuhörer. Seine Themen handeln von Frieden, Liebe und Weltoffenheit. Sie sind provokativ, aufregend und regen Diskussionen und Austausch zwischen Generationen und über unterschiedliche politische Ansichten an. (Kristin Flory)

========================

III. Veranstaltungstermine


:: 21.06.2007 - 19.30 Uhr Theaterhaus Stuttgart: Armut und Umwelt in Amazonien

Veranstaltung mit Amazonas-Bischof Erwin Kräutler und Grupo Sal. Dom Erwin spricht über die Situation in Amazonien, seine Arbeit in der Region Xingu und das Leben mit Morddrohungen. "In Brasilien haben wir eine besondere und prophetische Zuneigung für die Verlierer der Globalisierung, wie die Landlosen, die indigenen Völker,die Obdachlosen, die Migranten, die Arbeitslosen und die Ausgebeuteten. In der globalen Welt werden neue Mauern zwischen Gewinnern und Verlierern, zwischen Reichen und Armen aufgebaut. Brasilien ist ein sehr reiches Land, aber mit Millionen Armen, die von diesem Reichtum ausgeschlossen sind und in Hoffnungslosigkeit versinken." Berichte über die Aktivitäten und Projekte von POEMA in Amazonien; Grupo Sal, Tübingen - Musik aus Lateinamerika. VA: POEMA e.V. Stuttgart
>> http://www.poema-deutschland.de


:: 21.06.2007 - 20.00 Uhr bei IMI in Tübingen: Der Krieg nach Innen

"Die Zukunft der Kriegsführung liegt in den Straßen, Abwasserkanälen, Hochhäusern und dem Häusermeer, aus denen die zerstörten Städte der Welt bestehen ... Unsere jüngste Militärgeschichte ist gespickt mit Städtenamen wie Tuzla, Mogadischu, Las Angeles, Beirut, Panama City, Hué, Saigon, Santo Domingo - aber diese Zusammenstöße sind nur der Prolog des eigentlichen Dramas, das uns noch bevorsteht." (Parameters, Zeitschrift des Army War College) In seinem eben auch auf deutsch erschienen Buch "Planet der Slums" stellt der US-amerikanische Soziologe Mike Davis das erschütternde Ausmaß städtischer Armut und Rechtlosigkeit dar und prognostiziert deren weitere Zunahme - ebenso wie die Militärs, die sich entsprechend auf urbane Aufstandsbekämpfung im globalen Maßstab vorbereiten. Wenn die Informationsstelle Militarisierung das nächste Mal zu einer zwanglosen Informations- und Diskussionsveranstaltung in ihr Büro im Sudhaus einlädt, wird kurz der Inhalt des Buches vorgestellt und auf
die gegenwärtigen Militäreinsätze in Port-au-Prince, Bagdad und Kinshasa eingegangen werden. Anschließend werden - eher exemplarisch - Rüstungs- und Ausbildungsprojekte insbesondere auch der Bundeswehr vorgestellt, die auf solche Einsätze abzielen. Zuletzt wird noch eine Bilanz gezogen, inwieweit die Bundeswehr auch zur Kontrolle der Bevölkerung im Inland eingesetzt werden soll und wird - wie das zuletzt auch beim G8-Gipfel in Heiligendamm der Fall war. VA: Informationsstelle Militarisierung (IMI) e. V.
>> http://www.imi-online.de


:: 26.06.2007 - 20 Uhr JUBEZ in Karlsruhe: "USA - Hüter der Menschenrechte?"

Mit Sumit Bhattacharyya, USA-Experte der deutschen ai-Sektion. Der Referent berichtet über die aktuelle Situation in Guantanamo und die Situation der Menschenrechte in den USA. Vor dem Hintergrund des sog. "Kriegs gegen den Terror" werden seit den Terroranschlägen vom 11.9.2001 elementare Menschen- und Grundrechte ständig ausgehöhlt und in Frage gestellt. Guantanamo ist nur einer von vielen Orten weltweit, an denen geheime Haftzentren aufgedeckt wurden. Nach der Freilassung von Murnat Kurnaz erhebt sich die Frage, wie die Situation der Menschenrechte aktuell aussieht und welche Einflussmöglichkeiten für Einzelpersonen und Organisationen wie ai bestehen. VA: JUBEZ/Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe; amnesty international, Bezirk Karlsruhe; Friedensbündnis Karlsruhe; attac Karlsruhe, AK Globalisierung und Krieg. Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, Tel. 0721/552270 Fax 558622 eMail: suthiel@t-online.de


:: 26.06.2007 - 16.30 - ca. 23.00 Uhr in Berlin: Hearing "Was geschah in Heiligendamm?"

Die G8-Proteste waren ein gesellschaftliches Großereignis. Alle TeilnehmerInnen haben dort prägende Erfahrungen gemacht. Es waren Erfahrungen von solidarischem und erfolgreichem Handeln, aber auch von Enttäuschungen; Erlebnisse von massiver Gewalt durch Polizei, aber auch DemonstrantInnen. An vielen Stellen kam es zu schweren Verletzungen von Menschen- und BürgerInnenrechten. In den Massenmedien wurde ein stark verzerrtes Bild der Proteste gezeichnet. Über sie konnte sich niemand ein realistisches Bild der Ereignisse rund um den G8-Gipfel machen. Auch wer vor Ort war, konnte aufgrund der Vielzahl von Geschehnissen und Gerüchten, kaum den Überblick bewahren. Deshalb soll diesem Hearing Gelegenheit gegeben werden, ZeugInnen zu Wort kommen zu lassen und der Wirklichkeit auf die Spur zu kommen. Es soll nachgezeichnet werden, was während der Tage rund um den G8-Gipfel geschehen ist. Das Hearing werden wir durch eine Publikation dokumentieren. Es soll eine breite, auch mediale Öffe
ntlichkeit herstellen. VA: Attac Deutschland, Gipfelsoli Infogruppe, Netzwerk Friedenskooperative, Republikanischer Anwaltsverein. Ort: ver.di Bundesvorstand, Paula-Thiede-Ufer 103, 10179 Berlin, Raum: Sitzungssäle AIDA und OTHELLO im Basisgeschoss (1. UG).


:: 28.06.2007 - 20.00 Uhr im Haus der Volkshochschule Reutlingen: 40 Jahre israelische Besatzung. Ein Leben zwischen Checkpoints

Mit Roni Hammermann von der israelischen Menschenrechtsorganisation Machsomwatch. Die Konfrontation der palästinensischen Bevölkerung mit den Soldaten der israelischen Armee an den Checkpoints in der besetzten Westbank bestimmt den Lebensalltag der PalästinänserInnen existentiell. Willkür, Erniedrigung und Gewalt beherrschen die Szene. Die 2001 gegründete israelische Menschenrechtsorganisation Machsomwatch hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Geschehen dort zu dokumentieren, für die Menschenrechte der dort passierenden Palästinenser einzutreten und die dokumentierten Geschehnisse einer breiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Roni Hammermann ist Mitgründerin von Machsomwatch und eine von heute 450 israelischen Frauen, die regelmäßig etwa 30 der ca. 75 permanenten und 150 fliegenden Checkpoints innerhalb der Westbank beobachten. Sie wird über politische, rechtliche und menschliche Aspekte der Situation an den Checkpoints, über die Arbeit ihrer Organisation und über ihre eigen
en Erfahrungen berichten. VA: Flüchtlingskinder im Libanon e.V., vhs Reutlingen; Mitveranstalter: Amnesty International RT, Asylcafé RT, Evangelisches Bildungswerk/ Haus der Familie RT, Friedensgruppe RT, Grüne Jugend RT, Jungsozialisten RT, Katholisches Bildungswerk RT, Verband Christlicher Pfadfinderinnen und Pfadfinder RT (VCP).
>> http://www.lib-hilfe.de


:: 29.06.-01.07.2007 - 12. Schönauer Strom-Seminar: "Kraftvoll Handeln"

Die Elektrizitätswerke Schönau (EWS) feiert das zehnjährige Jubiliäum der Stromnetzübernahme mit einem großen Fest und Seminar. Vor dem Hintergrund der düsteren Prognosen der aktuellen Klimaberichte ist konkretes kraftvolles Handeln angesagt, um das kleine verbliebene Zeitfenster für die Begrenzung der Klimaerwärmung zu nutzen. EWS will gemeinsam mit fachkundigen Referenten mögliche Lösungswege aufzeigen sowie Lösungen und Umsetzungsstrategien diskutieren. Dabei sollen auch die macht- und wirtschaftspolitischen Hintergründe der wieder aufgeflammten Atomenergie-Debatte beleuchtet und Argumente auf den Prüfstand gestellt werden. Mitwirkende sind u.a. Prof. Helmut Graßl, Hermann Scheer und der Kabarettist Matthias Deutschmann. Mehr
>> http://www.ews-schoenau.de/


:: 05.07.2007 - 20.00 Uhr Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Karlsruhe: "Gewaltfrei gegen Hitler ? - Gewaltloser Widerstand gegen den Nationalsozialismus und seine Bedeutung für heute"

Mit Christoph Besemer, Werkstatt für Gewaltlose Aktion. "Nie wieder Faschismus ! Nie wieder Krieg !" hieß des nach dem Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft. Heutzutage beteiligt sich die deutsche Regierung jedoch wieder an Kriegen - und zwar mit dem Verweis auf eben jene Zeit. Sie habe gezeigt, dass faschistische Diktaturen nicht durch Pazifismus, sondern nur durch militärisches Eingreifen überwunden werden könnten. Dieses Dogma vom Scheitern des Pazifismus gegenüber faschistischer Gewaltherrschaft wird vom Referenten an Hand von vielen Beispielen in Frage gestellt. Dazu werden zahlreiche Beispiele erfolgreichen gewaltlosen Widerstands und ziviler Politik gegen den Nationalsozialismus vorgestellt und analysiert. VA: Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte Kriegsdienstgegner/innen; Werkstatt für Gewaltfreie Aktion; Versöhnungsbund; Friedensbündnis Karlsruhe. Kontakt: Sonnhild und Ulli Thiel, Tel. 0721/552270 Fax 558622 eMail: suthiel@t-online.de


:: 09.07.2007 - 20.00 Uhr, JUBEZ in Karlsruhe: "Checkpoints unter Beobachtung"

Mit Roni Hammermann, israelische Menschenrechtsaktivistin. Die 2001 gegründete israelische Menschenrechtsorganisation "Machsomwatch - Women for human rights" hat es sich zur Aufgabe gemacht, das Geschehen an den israelischen Checkpoints in der Westbank zu dokumentieren, für die Menschenrechte der dort passierenden Palästinenser einzutreten und die dokumentierten Geschehnisse einer weiten Öffentlichkeit bekannt zu machen. Roni Hammermann ist eine von 400 israelischen Frauen, die regelmäßig 19 und damit etwa ein Drittel der derzeitigen permanenten Checkpoints innerhalb der Westbank beobachten. Roni Hammermann, die ausgezeichnet deutsch spricht, wird über politische, rechtliche und menschliche Aspekte der Situation an den Checkpoints, über die Arbeit ihrer Organisation und über ihre eigenen Erfahrungen berichten. VA: JUBEZ/Stadtjugendausschuss e.V. Karlsruhe, Deutsch-Palästinensischer Freundschaftskreis, Friedensbündnis Karlsruhe, Bürger für den Frieden. Kontakt: Sonnhild und Ul
li Thiel, Tel. 0721/552270 Fax 558622 eMail: suthiel@t-online.de


:: 19.-22.07.2007 in Oberhof (Thüringen): Gegen den Terror des Krieges - Friede den Hütten

Sommerakademie des Friedensratschlags. Die globalisierte Welt wird immer unfriedlicher, Hunger, Armut, Kriege und Bürgerkriege, Terrorismus, Flucht und Vertreibung nehmen zu. Gleichzeitig wird bei auftretenden Konflikten immer schneller nach dem Militär gerufen, folglich nehmen die Auslandseinsätze der Bundeswehr deutlich zu. Gleichzeitig tut die Europäische Union (EU) alles, um beim Kriegführen ganz vorne mit dabei zu sein. Der EU-Verfassungsentwurf setzt auf militärische Gewalt als Mittel der Politik. Die NATO ist zu einem Durchsetzungsinstrument für die Interessen ihrer Mitgliedsstaaten, allen voran die USA, geworden. Mit dieser Sommerakademie will der Friedensratschlag gemeinsam mit anderen interessierten Menschen aus dem In- und Ausland Alternativen zur vorherrschenden Gewaltpolitik aufzeigen; mit WissenschaftlerInnen, PolitikerInnen, Aktiven der Friedensbewegung und anderer sozialer Bewegungen neue Kompetenzen erwerben und Konzepte für die Praxis entwickeln; in Exkursio
nen zum ehemaligen KZ-Buchenwald und zum Biosphärenreservat Rhön Gemeinsamkeiten mit der antifaschistischen und Ökologie-Bewegung erarbeiten und n einer schönen Umgebung mit ausreichend Freizeit in einer entspannten Atmosphäre einander kennen lernen und ins Gespräch kommen, miteinander diskutieren und natürlich auch feiern. Weitere Hinweise (Programm, Anmeldung, Kosten usw.):
>> http://www.sommerakademie-frieden.de/programm.htm


:: 28.07.-05.08.2007 - Friedensfahrradtour "Auf Achse für Frieden und Abrüstung und ein ziviles Europa"

Die Friedensfahrradtour 2007 der DFG-VK Landesverbände Bayern und Baden-Württemberg beginnt am 28.7. in Weiden in der Oberpfalz, führt über den Truppenübungsplatz Grafenwöhr zur Fa. Diehl bei Nürnberg, über Ansbach (US Stützpunkt Katterbach), Heidelberg und Mannheim nach Kaiserlslautern und endet am 4.8. in Ramstein (US-Stützpunkt und Atomwaffenlager). Unterwegs finden friedenspolitische Aktionen statt (z.B. Infostände, Mahnwachen, Fahrraddemos, Treffen mit anderen Friedensaktivisten, Bürgern und Bürgermeistern, u.v.m). Zur besseren Planung der Gesamtstrecke und Übernachtungen bitten wir um baldmögliche Anmeldungen. Tagesfahrer sind ebenfalls herzlich willkommen. Alle Infos unter
>> www.schritte-zur-abruestung.de/2007/index.htm


:: 01.-05.08.2007 in Fulda: Attac - Sommerakademie und Ratschlag "Das wird Folgen haben!"

Das besondere Konzept: Sommerakademie plus Ratschlag, damit das Wissen Folgen hat. Wir wollen nicht nur von- und miteinander lernen, sondern analysieren, schlussfolgern und neue Orientierungen hervorbringen. G8 wird Folgen haben: Aber welche und was gab es sonst noch? Der Gipfel liegt hinter uns, wenn die Sommerakademie beginnt. Zeit für Erfahrungsaustausch und Positionsbestimmungen. Basiswissen und Fachdebatte: Wer noch viel wissen möchte, darf gern viel zuhören und fragen. Wer schon viel weiß, muss mehr reden und antworten. Die Machtfrage ist eindeutig: Jede und Jeder kann mitmachen. Nur was wir selbst machen passiert, also machen wir es zusammen. Infos
>> http://www.attac.de/sommerakademie2007/


:: 04.08.2007: 3. Pacemakers-Radmarathon: Heilbronn-Mannheim-Ramstein-Neustadt-Bretten-Ludwigsburg

Bundesministerin Wieczorek-Zeul: "Radmarathon ist ein wichtiges Zeichen gegen Atomwaffen und für die friedliche Lösung von Konflikten." Seit 1. März können sich interessierte Radsportler für den am 4.8.2007 stattfindenden 3. Pacemakers-Radmarathon anmelden. Der Kurs startet in Heilbronn und führt über Mannheim, Ramstein, Neustadt an der Weinstrasse, Bretten und endet am Abend in Ludwigsburg. Der Radmarathon ist einer der außergewöhnlichsten Radsportveranstaltungen in Deutschland. Er verbindet die politischen Ziele einer atomwaffenfreien Welt und der Bekämpfung der weltweiten Armut mit der sportlichen Herausforderung, 346 km an einem Tag zurückzulegen. Die Pacemakers sind im Geiste des Wortes Schrittmacher für eine friedliche, gerechte Welt ohne Atomwaffen. Die Veranstaltung ist eingebunden in die Kampagne für ein atomwaffenfreies Deutschland bis 2010. Wer die Pacemakers unterstützen möchte, hat neben der Anmeldung für die Gesamtstrecke die Möglichkeit, auch nur eine Teilstrec
ke ab 54 km mitzufahren oder eine Streckenpatenschaft zu übernehmen. Jeder Pate erhält automatisch eine Pacemakers-Anstecknadel. Anmeldung und alle Unterstützungsmöglichkeiten
>> http://www.pace-makers.de


:: 29.09.-03.10.2007 Studienfahrt nach Breslau, Krakau, Auschwitz

Die AnStifter bieten eine Offene Studienfahrt von Stuttgart nach Breslau, Krakau, Auschwitz an. In Breslau/Wroclaw gehen die Reisenden mit Janusz Witt auf deutsch-polnische Spurensuche, bevor sie nach Auschwitz und Birkenau (30.9. + 1.10.) fahren. Verabredet sind sie dort u.a. mit den letzten noch lebenden Zeitzeugen. Am 2.10. das wunderschöne Krakau - nach den Eindrücken von der KZ-Gedenkstätte bildet die Stadt an der Weichsel eine notwendige Abwechslung. Reisekosten 420 Euro (Fahrt, Hotel, Ü+F, 5 warme Mahlzeiten sowie alle Eintritte etc. Reise-Infos schickt gerne: Peter-Grohmann@Die-AnStifter.de


--
Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V., Bubenhofenstr. 3, 72501 Gammertingen, Tel. 07574-2862, E-Mail info@lebenshaus-alb.de, Internet www.lebenshaus-alb.de

Eine Anmerkung in eigener Sache: Da unsere Friedens- und Menschenrechtsarbeit Geld kostet und es keinerlei Zuschüsse gibt, bitten wir um Spenden:
Lebenshaus Schwäbische Alb e.V., Konto-Nummer 802 333 4800, GLS Gemeinschaftsbank eG, BLZ 430 609 67 (Internationalae Bankverbindung: IBAN: DE36430609678023334800, BIC: GENODEM1GLS). Spendenbestätigung wird ab 25 € automatisch zugestellt, ansonsten auf Anforderung - ErstspenderInnen bitte unbedingt Anschrift angeben!. Danke!!!

Wir sind sehr daran interessiert, dass unsere Newsletter weiterverbreitet werden. Allerdings bitte daran denken: vor einer Weiterleitung möglichst den nachfolgenden Link zum Abmelden löschen, sonst kann es zu unliebsamen Komplikationen kommen!

Wenn sie zukünftig keinen Newsletter von uns erhalten möchten, dann klicken sie bitte auf den folgenden Link: http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/u/newsletter/

Mailing List Powered by Dada Mail
http://www.lebenshaus-alb.de/cgi-bin/dada/mail.cgi/what_is_dada_mail/



<< Previous: Lebenshaus-Newsletter vom 08.06.2007

| Archive Index |

Next: Lebenshaus-Newsletter vom 01.07.2007 >>

(archive rss , atom )

this list's archives:


Der Newsletter des Vereins Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.

Subscribe to Lebenshaus-Newsletter:

|

Powered by Dada Mail 2.10.13
Copyright © 1999-2007, Simoni Creative.