Folter
07. Juni 2006
Dem kurdischen Flüchtling Yusuf Karaca droht die Auslieferung an die TürkeiSkandalöse Gerichtsentscheidung: OLG Frankfurt verharmlost Folter. Dem in Deutschland anerkannten kurdischen Flüchtling Yusuf Karaca droht die Auslieferung an die Türkei. Er sitzt seit dem 3. Mai 2006 in Auslieferungshaft. Das zuständige Gericht, das Oberlandesgericht (OLG) Frankfurt, hat am 23. Mai 2006, wie jetzt bekannt wurde, die Auslieferungshaft mit einem skandalösen Beschluss bestätigt. PRO ASYL fordert die sofortige Freilassung. 19. März 2005 Folterpraxis der US-Armee weitverbreitet in AfghanistanHuman Rights Watch zitiert mehrere Militärberichte, in denen detailliert beschrieben ist, wie mit zwei afghanischen Gefangenen verfahren wurde, die im Dezember 2002 in Baghram starben. Die gleiche Befragungstechnik wurde anschließend bei Gefangenen in Abu Ghraib angewandt. Die Reports der American Army führen detailliert aus, unter welchen Umständen die beiden afghanischen Gefangenen im Gefängnis von Baghram, nördlich von Kabul, im Dezember 2002 totgeprügelt wurden. Die Berichte belegen, dass in Afghanistan systematisch gefoltert wurde. Von Eric Leser. (mehr...) 13. März 2005 Murat Kurnaz aus Bremen: gefoltert und sexuell gedemütigtSeit November 2001 befindet sich der Türke Murat Kurnaz aus Bremen in US-Gefangenschaft. Zunächst wurde er in Afghanistan, später in Guantánamo gefoltert. Der US-Militärgeheimdienst hat mittlerweile eingeräumt, dass es keine Hinweise auf eine terroristische Betätigung von Murat Kurnaz gibt. Kurnaz hat seine unbefristete Aufenthaltsgenehmigung verloren, weil er sich länger als sechs Monate außerhalb Deutschlands aufgehalten hat und aus Guantánamo keinen Verlängerungsantrag stellen konnte. Weder Deutschland noch die Türkei fühlen sich für ihn verantwortlich. (mehr...) 27. Dezember 2004 Friedrich von Spee und die deutsche FolterdiskussionDer Fall Daschner und die Unbekümmertheit, mit der heutzutage in Deutschland über Folter diskutiert wird, sind im Kontext einer zunehmenden gesellschaftlichen Verrohung von oben zu sehen, die mit dem 11. September einsetzte. Die Terrorbedrohung des 17. Jahrhunderts hieß Hexerei. Zumindest wurde die Hexerei als Terrorbedrohung erlebt. Im Grunde stellten jene Hexengesetze frühe Antiterrorgesetze dar. Auch das Resultat ist vergleichbar: Gezielt geschürte Hysterie eskaliert in eine um sich greifende menschenverachtende Repression, bis das Gemeinwesen im Mahlstrom der Intoleranz versinkt. Im 17. Jahrhundert kämpfte Friedrich von Spee mit aller Leidenschaft gegen den Terror. Von Andrea Noll. (mehr...) 13. November 2004 Folter und HumanitätAm 6. November 2004 haben die IPPNW - Ärzte in sozialer Verantwortung in Berlin eine Tagung “Folter und Humanität” veranstaltet. Horst-Eberhard Richter hat dabei einen Einführungsvortrag gehalten, der hier dokumentiert wird. (mehr...) 30. Oktober 2004 Wo bleibt das klare Wort von Bush und Kerry gegen Folter?Ein neuer Bericht von amnesty international (ai) gibt einen Überblick über Folter und Misshandlungen in US-Gewahrsam seit 2001. Die amerikanische Regierung ist in den Skandal um die Folterungen von Gefangenen im Irak, in Guantánamo und in Afghanistan verstrickt. ai fordert weiterhin eine unabhängige Untersuchung der Vorfälle, einschließlich der Rolle der Geheimdienste. (mehr...) 14. Juni 2004 "In westlichen Gesellschaften geht es gar nicht so friedlich zu ..."Menschenrechtsverletzungen aller Art sind in Kriegen an der Tagesordnung. Krieg fördert Grausamkeit. Es ist auch nicht so, dass wir Menschen in westlichen demokratischen Gesellschaften von vornherein friedlicher und zu Grausamkeiten weniger in der Lage sind als Menschen aus anderen Kulturkreisen. Auch hier ist Gewalt an der Tagesordnung. Neben offener direkter Gewalt gibt es noch ganz andere Formen von Gewalt, die kaum in Bilder zu fassen und oft fast unsichtbar sind. Von Michael Schmid. (mehr...) 09. Juni 2004 Muster systematischer Vergewaltigungen durch US-TruppenAmal Kadham Swadi ist irakische Rechtsanwältin. Sie vertritt weibliche Gefangene. Gegenüber The Guardian zeigt sie sich überzeugt, sexualisierte Gewalt und Misshandlungen von weiblichen Gefangenen durch US-Soldaten seien ein Phänomen, das weit über ein paar isolierte Fälle hinausgehe. Es “passiert überall im Irak”, so Frau Swadi. Von Chris Shumway. (mehr...) 06. Juni 2004 Folter - Die grausame Seite der MachtEs gibt keinen “sauberen” Krieg. Sei es in Afghanistan, im Irak, in Jugoslawien, in Tschetschenien, im Kongo, … Krieg bedeutet immer Folter, Massenmord, Vergewaltigung: Terror mit einem höheren Budget. Die grausame Seite der Macht wird sichtbar, und die dünne Schicht “zivilisierten Verhaltens” geht verloren. Zudem wird die Mitverantwortung des Waffenexporteurs Deutschland für Krieg, Folter und Staatsterrorismus bis heute kaum thematisiert. Von Bernd Dücke. (mehr...) 01. Juni 2004 Schwer gefolterter Flüchtling aus dem Iran: Vom Bundesamt anerkannt - der Bundesbeauftragte für Asylangelegenheiten erhebt AnfechtungsklageDer Bundesbeauftragte für Asylangelegenheiten ist angeblich der Vertreter des öffentlichen Interesses in Asylverfahren. Besteht das öffentliche Interesse Deutschlands darin, Folterspuren zu ignorieren und Folteropfer schließlich abzuschieben? Haben wir einen Bundesbeauftragten für organisierte Inhumanität? Diese Fragen stellt PRO ASYL, nachdem der Bundesbeauftragte Anfechtungsklage im Fall eines schwer gefolterten Flüchtlings aus dem Iran erhoben hat. (mehr...) |
|