Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie e.V.




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Verschuldung - Entschuldung

09. November 2011

Mehr als 50 Wissenschaftler kritisieren Krisenpolitik in Stellungnahme - Akademiker rufen dazu auf, die Occupy-Bewegung aktiv zu unterstützen

"Finanzmärkte regulieren und Einkommen gerecht verteilen" - unter diesem Titel haben mehr als 50 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen am heutigen Mittwoch eine gemeinsame Stellungnahme zur Finanz- und Eurokrise veröffentlicht. In dem Text kritisieren sie die aktuelle Krisenpolitik scharf und fordern die Bürgerinnen und Bürger dazu auf, die Occupy-Bewegung aktiv zu unterstützen. (mehr...)


28. Januar 2010

Katastrophenhilfe auf Kredit: IWF schickt Haiti zurück in die Abhängigkeit

In der vergangenen Nacht hat der Vorstand des Internationalen Währungsfonds 102 Mio US-$ Katastrophenhilfe für Haiti bewilligt. Es handelt sich dabei um einen zinsfreien Kredit mit 5,5 Freijahren. Der Vorstand hat mit seiner Kreditvergabe demonstrativ das Versprechen des IWF-Direktors Strauss-Kahn ignoriert. Dieser hatte am 20. Januar erklärt, der IWF werde sowohl diesen neuen Kredit als auch seine bestehenden Forderungen von 165 Mio US-$ in einen Zuschuss umwandeln, um Haiti nicht mit neuen Schulden zu belasten. (mehr...)


21. Januar 2010

erlassjahr.de begrüßt Schuldenerlass des IWF für Haiti

IWF Generaldirektor Dominique Strauss-Kahn hat am Mittwoch erklärt, der IWF werde alle Schulden Haitis, einschließlich seines in der letzten Woche gewährten Nothilfe-Kredits von 100 Mio US-$ in einen verlorenen Zuschuss umwandeln. Zudem werde er auch die anderen Gläubiger Haitis zum Schuldenerlass auffordern. erlassjahr.de begrüßt das Einlenken des IWF gegenüber der Kritik an der IWF-Kreditvergabe von Seiten der globalen Zivilgesellschaft. (mehr...)


06. Oktober 2009

IWF und Weltbank ignorieren Gefahr einer neuen Schuldenkrise

Am Rande ihrer 22. Jahrestagung in Istanbul haben IWF und Weltbank eingeräumt, dass 14 Entwicklungsländer ein hohes Risiko von (erneuter) Überschuldung aufweisen. Weitere 22 Länder sind spürbar gefährdet ("Moderate Risk"). Die Antwort der Internationalen Finanzinstitutionen auf die damit drohende, neue Schuldenkrise besteht alleinig darin, neue Finanzmittel für die betroffenen Länder bereit zu stellen. Zu einem erheblichen Teil sollen diese Mittel wiederum in Form von Krediten gewährt werden. (mehr...)


05. April 2006

Deutschland gewährt Rekord-Entwicklungshilfe - Saddam Hussein sagt "Danke"

Deutschland hat nach Mitteilung der OECD mit 0,35% des Bruttosozialprodukts die höchste Entwicklungshilfequote seit langem erreicht. Von rund 8,3 Mrd. € öffentlicher Entwicklungshilfe entfallen indes knapp 3 Mrd. auf die Anrechnung von Schuldenerlassen. Den größten Teil machen dabei Nigeria und der Irak aus. Diese nun erlassenen deutschen Forderungen an den Irak und Nigeria stehen in keinem Zusammenhang mit irgendwelchen entwicklungsfördernden Massnahmen im Sinne des deutschen Entwicklungspolitik. Im Irak handelt es sich überwiegend um Infrastruktur-Leistungen der deutschen Bauwirtschaft. Diese Projekten dienten auch der Förderung von Saddams Angriffskriegen gegen die Nachbarländer. Von erlassjahr.de. (mehr...)


09. Juli 2005

Reaktionen auf den G8-Gipfel im schottischen Gleneagles: unzureichende, mickrige Ergebnisse

Der G8-Gipfel vom 6. bis 8. Juli 2005 im schottischen Gleneagles war von den verbrecherischen Terroranschlägen in London überschattet. Die Verhandlungen wurden dennoch nicht abgebrochen und brachten auch Ergebnisse. Während sich einerseits die beteiligten Regierungen und auch Prominente wie die Rockmusiker Bob Geldorf und Bono positiv äußern, kommt andererseits von verschiedenen Nichtregierungsorganisationen (NGOs) zum Teil heftige Kritik. Wir dokumentieren nachfolgend die Stellungnahmen von Attac, Brot für die Welt und WWF zu den Ergebnissen des G8. (mehr...)


21. Mai 2005

Wie kann man die Armut besiegen? Die Geschichte der Armut, und wie man erreichen kann, dass Armut Geschichte wird.

Wenn es uns wirklich ernst ist, die Armut zu bekämpfen, müssen wir uns ernsthaft daran machen, jene ungerechten und brutalen Systeme der Reichtumserzeugung zu beenden. Denn sie erzeugen Armut, indem sie die Armen ihrer Ressourcen, ihrer Existenz, ihres Einkommens berauben. Will man die Armut beenden, geht es darum, dass weniger genommen wird - und nicht sosehr darum, ein wenig mehr zu geben. Wer will, dass Armut Geschichte wird, muss die Geschichte der Armut richtig verstehen. Von Vandana Shiva. (mehr...)


06. Juli 2004

Handel und Entwicklung - Fidel Castros Botschaft an die 11. UNCTAD-Konferenz

Die UNCTAD (Konferenz der Vereinten Nationen für Handel und Entwicklung) ist eine vor 40 Jahren gegründete Organisation. Sie stellt den noblen Versuch der unterentwickelten Welt dar, mit fairem und vernünftigem internationalem Handel ein Instrument in der UN zu schaffen, das dem Streben dieser Welt nach Fortschritt und Entwicklung dienen sollte. Fidel Castro weist in seiner Botschaft warnend darauf hin, dass sich die Weltsituation ändern muss, oder die Menschheit sieht sich dem realen Risiko ihrer Ausrottung gegenüber. (mehr...)


27. Oktober 2003

Die Gläubiger entmachten

Die politische Debatte in der Bundesrepublik hat etwas Gespenstisches. Nach mehr als zehn Jahren Unterbrechung ist Deutschland wieder vor den USA die exportstärkste Nation, trotzdem sind angeblich die Lohn- und Lohnnebenkosten zu hoch. Obwohl das Land auch im vergangenen Jahrzehnt reicher geworden ist, legt Rot-Grün die Axt an die Wurzeln der sozialen Sicherung. Während die großen Versicherungskonzerne Steuergeschenke im Milliardenumfang erhalten, will die Bundesregierung Langzeitarbeitslose mit einem Zugriff auf ihre in Lebensversicherungen angesparten Reserven bestrafen. Von Elmar Altvater. (mehr...)


29. Mai 2003

Ein Zeichen für Gerechtigkeit und wirtschaftliche Vernunft

Der Wissenschaftlicher Beirat von Attac erklärt, daß Unternehmen und Bezieher von Kapitaleinkommen stärker zur Finanzierung der öffentlichen Aufgaben herangezogen werden sollen. Der Sonderparteitag der SPD am 1. Juni 2003 sollte ein Zeichen für soziale Gerechtigkeit setzen. Die Agenda 2010, die an diesem Tage zur Abstimmung steht, beinhaltet eine neue Runde sozialer Ungerechtigkeit und wirtschaftlicher Unvernunft. Sie belasten einseitig die Beschäftigten, Arbeitslosen und Bezieher sozialer Leistungen. Ein Beitrag der Wohlhabenden dagegen fehlt völlig. (mehr...)