Zivile Konfliktbearbeitung
30. September 2004
Friedensorganisationen fordern: Keine Verlängerung von Bundeswehrmandat in AfghanistanAm 30. September 2004 wird der Bundestag die Afghanistan-Mission der Bundeswehr verlängern. Aus diesem Anlass veröffentlichten verschiedene Friedensorganisationen eine gemeinsame Erklärung, in welcher der Militäreinsatz abgelehnt wird. Erforderlich sei die Unterstützung der Kräfte in Afghanistan, die am Aufbau einer friedlichen Gesellschaft interessiert sind. Das könne nicht durch Besatzungsarmeen erfolgen, sondern nur durch gezielte Kooperationen und Unterstützungen, die im Konsens mit den jeweilig Betroffenen betrieben werden. (mehr...) 20. September 2004 Kriege im Kaukasus: Die Feindbilder sind auf Hochglanz poliertAn den Realitäten gescheitert - seit mehr als einem Jahrzehnt verhebt sich die internationale Friedens- und Konfliktforschung an den Kriegen im Kaukasus. Von Andrea Strunk. (mehr...) 08. Juli 2004 Bonhoeffer und Gandhi - Oder: Hätte sich der Hitlerismus gewaltfrei überwinden lassen?Offensichtlich zweifelt kaum jemand aufgrund der Erfahrung des Zweiten Weltkriegs daran, dass nichts anderes als eine militärische Überwindung des Nationalsozialismus möglich war. Und heute dient die Beseitigung des Nazi-Regimes durch die alliierten Militärmächte zur Rechtfertigung der Notwendigkeit von Militär. Theodor Ebert geht anhand von Bonhoeffer und Gandhi der Frage nach, wie eine gewaltfreie Selbstbehauptung gegenüber einem expansiven Faschismus hätte aussehen können. (mehr...) 29. Februar 2004 "Soziale Verteidigung als Alternative zu Bundeswehr und militärischer Gewalt?"Soziale Verteidigung will bestehende gesellschaftliche Verhältnisse mit gewaltfreien Mitteln gegen Versuche illegaler Machtergreifung und des Abbaus von Demokratie von innen oder/und außen verteidigen. Michael Schmid beschreibt das Konzept der Sozialen Verteidigung, geht dann auf seine Geschichte, seine Aufnahme durch Aktive der Neuen Sozialen Bewegungen und schließlich auf seine Aktualität ein. (mehr...) 23. Januar 2004 Wird Friede wirklich ernsthaft gewollt?Politische Führer, die sich für den Krieg aussprechen, verkünden auf der anderen Seite oft ihre Sehnsucht nach Frieden. Sie sagen, daß sie leider dazu genötigt sind Krieg zu führen, weil sie keine anderen Alternativen mehr sehen. Können wir denen vertrauen, die rufen "Friede, Friede, aber zuerst müssen wir deswegen Krieg führen"? Ron Kraybill, US-Amerikaner, Jurist, Mediator und Mitglied der Mennoniten, beschreibt vier Möglichkeiten, mit denen sie unser Vertrauen gewinnen könnten. (mehr...) 24. Dezember 2003 Pazifistische Politik von unten erforderlich - Überlegungen zur Friedensarbeit heuteEiner, der seit Jahrzehnten ebenso zu den Vordenkern der Friedensbewegung wie zu ihren engagiertesten Aktiven gehört, Andreas Buro, stellt in seinem Beitrag Überlegungen zur heutigen Friedensarbeit an. Er setzt auf eine pazifistische Politik von unten, die von der Utopie friedlichen Konfliktaustrages ausgehend, Wege aufzeigt und beschreitet, auf denen aus der Gesellschaft heraus für dieses Ziel gearbeitet werden kann. (mehr...) 12. Dezember 2003 Widerstand Ja - aber gewaltfrei! Reaktionen auf eine PANORAMA-SendungDie Friedensbewegung unterstütze den Terror, behauptet das Fernsehmagazin PANORAMA in seiner Sendung vom 11.12.2003. Als Beleg dafür dienten Personen, die in Deutschland Geld sammeln, um angeblich Waffenkäufe im Irak zu finanzieren und um den militärischen Widerstand dort zu stärken. In einer ersten Stellungnahme hat Jürgen Grässlin, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK), geäußert: "Wer Geld für Waffen sammelt und das Abschießen von Soldaten gutheißt, ist weder Pazifist noch Humanist und stellt sich damit selbst außerhalb der Friedensbewegung." Inzwischen liegen auch weitere Stellungnahmen von Personen vor, die PANORAMA in seinem Bericht als angebliche Zeugen für die mutmaßliche Unterstützung des bewaffneten Widerstands im Irak durch die hiesige Friedensbewegung anführte. (mehr...) 05. Dezember 2003 "Friedenspolitische Richtlinien" der Kooperation für den FriedenIm Mai 2003 legte der Bundesverteidigungsminister neue “Verteidigungspolitische Richtlinien” für die Bundeswehr vor. Diesen Richtlinien zur Kriegsplanung stellen die Friedenspolitischen Richtlinien eine Perspektive nachhaltiger Politik entgegen. Sie sind in der “Kooperation für den Frieden” entstanden. Diese Thesen formulieren Anforderungen für eine Friedenspolitik, die diesen Namen verdient. Gleichzeitig sind sie Grundlage für die Diskussion über Perspektiven der Friedensbewegung: offen für Ergänzungen, Veränderungen und Anpassungen an neue Entwicklungen. (mehr...) 20. Juli 2003 Vielleicht die LiebeLydia Stephan beschreibt, dass denjenigen, welche in Konflikten vermitteln und die Frieden stiften, oft der Tod droht. Bei anderen ist nicht unbedingt die physische Vernichtung angezeigt. Oft ist Schmähung das Mittel der Wahl. Immer wenn Menschen ungewöhnliche Wege gehen, fühlen sich andere "provoziert". Vermutlich, weil oft etwas Entscheidendes fehlt: die Liebe. (mehr...) 15. März 2003 "Nein zum Krieg gegen den Irak!"Jürgen Grässlin stellt in einer Rede fest, dass US-Präsident George Walker Bush den Krieg gezielt vorbereitet hat. Jeder Zeit kann die US-Army, die stärkste Armee der Welt, vernichtend zuschlagen. Im Falle eines Krieges würde der Irak mit neuen, extrem zerstörerischen Massenvernichtungswaffen ins Mittelalter zurückgebombt, Hunderttausende von Menschen würden ermordet und eine vergleichbare Zahl Unschuldiger verstümmelt werden. Um Bush zu stoppen. fordert Grässling, daß wir mit einem weltweiten Aufruf Mandela, Carter, den Dalai Lama und den Papst eindringlich bitten sollten, schnellst möglich in den Irak zu fliegen! (mehr...) |
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