Gedenken
19. Juli 2011
Heinemann: Ein wahrer Glücksfall1951 wird in der Bundesrepublik eine Volksbefragung gegen die Remilitarisierung verboten. Ein Protagonist dieses Vorhabens übernimmt 1969 das Amt des Bundespräsidenten. Von Rudolf Walther. (mehr...) 06. Juli 2010 Hans Paasche, Offizier, PazifistAm 21. Mai 1920 umstellen sechzig Soldaten das Gut "Waldfrieden" in der Neumark. Eine Denunziation, der Besitzer des Gutes, Kapitänleutnant a.D. Hans Paasche, halte ein Waffenlager versteckt, reicht als Vorwand für eine Hausdurchsuchung. Er weiß, daß er auf den Abschußlisten der Feme steht, doch heute sonnt er sich mit seinen Kindern am nahegelegenen See. Der Dorfpolizist kommt: "Ich muß Sie sprechen." Als Paasche auf dem Weg zum Haus die Soldaten sieht, will er umkehren und sich in den nahe gelegenen Wald retten. Man läßt ihm keine Chance. Zwei Schüsse treffen ihn tödlich. Von Helmut Donat. (mehr...) 12. Mai 2010 Moskauer MehrdeutigkeitenWer hat gesiegt vor 65 Jahren? Und wer wurde erst viel später befreit? Fragen anlässlich einer Militärparade, die an den Sieg der Alliierten am 9. Mai erinnern sollte. Von Karl Grobe. (mehr...) 08. März 2010 Regierung von Baden-Württemberg will einen zentralen Ort der Erinnerung an die NS-Zeit zerstörenDie Landesregierung Baden-Württemberg will den zentralen Tatort des NS-Terrors in Stuttgart, das so genannte "Hotel Silber" in der Dorotheenstraße 10, abreißen lassen. Für die Neugestaltung des lukrativen Innenstadt-Areals wurde ein internationaler Architektenwettbewerb ausgeschrieben, an dem sich renommierte Architekturbüros beteiligen. Gegen den Abriss wehren sich vierzehn Organisationen, die seit vielen Jahren in Stuttgart die Erinnerung an die NS-Zeit wach halten. Sie fordern dass das Gebäude erhalten wird und dass hier nach dem Vorbild von Köln, Berlin, Nürnberg und München eine Gedenkstätte und ein NS-Dokumentationszentrum eingerichtet werden. (mehr...) 27. Januar 2010 27. Januar Gedenktag für die Opfer der Nazibarbarei: Schimon Peres als Redner im Bundestag - ein AffrontAm 27.01. - am Jahrestag der Befreiung der Überlebenden des KZ Auschwitz - wird in der Bundesrepublik und europaweit der Opfer der Nazibarbarei gedacht. In diesem Jahr fällt allerdings ein Schatten auf die Gedenkstunde im Bundestag: Gastredner ist der israelische Staatspräsident Schimon Peres. Unserer Meinung nach ist er an dieser Stelle und an diesem Tag vollkommen deplaziert. Durch seine Rede droht das Gedenken an den Nazi-Völkermord, das alle humanistisch denkende Menschen vereinen sollte, politisch missbraucht zu werden - für eine Rechtfertigung der Politik der israelischen Regierung gegenüber den Palästinensern. Von Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost. 27. Januar 2010 65 Jahre nach der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz - Das Gedenken neu verankern, damit Erinnerung für die Zukunft gelingtDer 27. Januar, der Tag der Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz, ist ein Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust. Dieser Tag ist aber auch Anlass, Voraussetzungen zu benennen, damit Erinnerung für die Zukunft gelingt. Denn 65 Jahre nach Ende des Holocaust, des Nationalsozialismus und des II. Weltkriegs in Europa und Asien findet eine Zäsur statt. Der lebensgeschichtliche Kontext der Erinnerungen endet mit der Generation der Zeitzeuginnen und Zeitzeugen. Damit beginnt unabwendbar und unumkehrbar die Historisierung der Ereignisse. (mehr...) 23. Dezember 2009 Zum 30. Todestag von Rudi Dutschke: Radikale Leidenschaft für MenschenVor 30 Jahren, am 24. Dezember 1979, starb Rudi Dutschke im dänischen Aarhus im Alter von 39 Jahren. Er verkörperte die außerparlamentarische Opposition (APO) der sechziger Jahre in herausragender Weise. Rudi Dutschke starb 1979 an den Verletzungen der Kugeln, die ihm Josef Bachmann, ein aufgehetzter Rechtsextremist, 1968 in West-Berlin in den Kopf geschossen hatte. Wir erinnern an Rudi Dutschke mit der Predigt, die der eng mit ihm befreundete Helmut Gollwitzer bei seiner Beerdigung gehalten hat. (mehr...) 10. November 2009 Mauerfall: Zwischen Vergolden und EinschwärzenImmer wieder werden ganze Epochen im Rückblick vergoldet: Es war also nicht alles schlecht in der DDR - aber was war eigentlich gut? Von Friedrich Schorlemmer. (mehr...) 09. November 2009 Historisches Datum: Der 9. NovemberAm Abend des 9. November 1989 kamen die Steine ins Rollen - Steine, die die so lange erstarrten Grenzen des Kalten Krieges kennzeichneten. Günter Schabowski, Mitglied des Politbüros der SED, hatte mit seinem Nebensatz über den sofortigen Beginn der Reisefreiheit für DDR-Bürger das Fundament der Mauer erschüttert. Ins historische Gedächtnis sind freilich auch andere Ereignisse von anderen neunten Novembertagen eingegangen. Von Karl Grobe. (mehr...) 04. November 2009 Herbst '89: Die müden EmpörerVom revolutionären Schwung zum restaurativen Schwank: Wie der Wandel immer wieder verhindert wird. Von Daniela Dahn. |
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