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Ihre Suche nach "Drohender Krieg gegen Iran" ergab 131 Treffer

23. August 2010 | Ökologie
AKW-Start im Iran: Rückschlag für erneuerbare Energien

Das iranische AKW-Projekt in Buschehr geht noch auf Pläne des früheren Diktators aus US-Gnaden Schah Reza Pahlewi zurück. Jetzt wurde es mit russischer Hilfe fertiggestellt. Dies zeigt beispielhaft, daß sich das gegenwärtige Regime des Mahmud Ahmadinedschad von dem 1979 gestürzten Vorgänger-Regime in patriarchalischer Machtanbetung und Größenwahn zum Verwechseln ähnelt. Wenn nun allerdings die israelische Regierung mit dem Finger warnend auf den Iran weist, zeigen zugleich drei Finger auf ein Land, das im Nahen Osten mit dem Bau eines Atomkraftwerks und von Atombomben die Eskalation des Irrsinns begann. Von Klaus Schramm.

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02. Juli 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Die iranische Gefahr

Die arabische Presse berichtet, dass eine amerikanische Flotte (inklusive eines israelischen Schiffes) durch den Suezkanal gekreuzt sei und sich nun auf dem Weg in den Persischen Golf befinde. Sie habe die Aufgabe, "die Sanktionen gegen den Iran umzusetzen und die Schiffe in den Iran und aus dem Iran zu kontrollieren". Von Noam Chomsky.

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19. Juni 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Anschlag auf die Demokratie

Die Volkshochschule der Stadt Osnabrück und der Fachbereich Sozialwissenschaften der Universität Osnabrück hatten den Botschafter der Islamischen Republik Iran, Ali Reza Sheikh Attar, zu einer Podiumsdiskussion "Wohin bewegt sich der Iran?" für Dienstag, 22. Juni 2010, nach Osnabrück eingeladen, an der auch Prof. Dr. Mohssen Massarrat mitwirken sollte. Unmittelbar nach Bekanntgabe dieser Veranstaltung gelang es einem "Solidaritätsbündnis für die iranische Freiheitsbewegung", einer Initiative, mit massiven Drohungen und Einschüchterungen die Volkshochschule Osnabrück zur Absage der geplanten Veranstaltung zu veranlassen. Eine Stellungnahme von Mohssen Massarrat.

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10. Juni 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Weitere Sanktionen eskalieren den Konflikt mit dem Iran

Mit Blick auf die Abstimmung am 09.06.2010 über internationale Sanktionen gegen den Iran im UN-Sicherheitsrat erklärt der Vorstand der deutschen Sektion der Internationalen Ärzte für die Verhütung des Atomkrieges (IPPNW): "Ein Wirtschaftsboykott seitens des Westens unterstützt weder die Durchsetzung von Rechtsstaatlichkeit noch dient es der Förderung der Demokratie im Iran.

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06. Juni 2010 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 27): 23. Teheraner Internationale Buchmesse

Der Monat Mai 2010 lieferte erneut den Beweis, dass in der weitgehend gleich geschalteten deutschen Massenmedien Gegebenheiten im Iran ignoriert und verschwiegen werden, die nicht existieren dürfen, da ansonsten bestimmte aufgebauschte Feindbilder hinterfragt werden könnten. In der Zeit vom 5. bis 15. Mai 2010 fand die 23. Teheraner Internationale Buchmesse (Tehran International Book Fair, abgekürzt als TIBF) statt und wurde von Millionen Menschen besucht. Von Afsane Bahar.

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28. Mai 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Sanktionen spalten Sicherheitsrat

Im New Yorker UN-Sitz steht eine vierte Sanktionsresolution gegen den Iran zur Abstimmung. Aber nicht alle Mitglieder halten das für eine gute Idee. Aus ihrer Sicht gibt es eine bessere Alternative: Den von Brasilien und der Türkei vermittelt Deal vom 17. Mai über die Auslagerung der umstrittenen iranischen Urananreicherung. Ist das nun ein Durchbruch zu einer umfassenden Streitbeilegung oder nur ein cleveres Manöver um drohende Sanktionen abzuwenden? - die Meinungen sind gespalten. Zwar beteuert Teheran unermüdlich, dass es sein Atomprogramm ausschließlich zu friedlichen Zwecken nutzt. Im Westen aber wird befürchtet, dass der Iran unter dem Deckmantel eines zivilen Atomprogramms Nuklearwaffen entwickelt. Von Wolfgang Kötter.

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26. April 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Abrüstung: Tabu frisst Sicherheit

Wer verhindern will, dass Iran sich die Atombombe besorgt, muss endlich Israels Atomwaffen in den Abrüstungsverhandlungen thematisieren. Von Mohssen Massarrat.

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13. April 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Vorwand Atomwaffensperrvertrag: Über Alternativen zwischen Pest und Cholera im Iran-Atomkonflikt

Im Iran-Atomkonflikt schließen beide Seiten das eigentliche Problem des Konflikts, nämlich das israelische Atomwaffenarsenal, aus: die USA und andere westliche Staaten, weil sie kein Interesse daran haben, dass Israel abrüstet, - die Regierung der Islamischen Republik Iran, weil sie nicht eingestehen will, dass sie ihr eigenes Atomprogramm als Gegengewicht zum israelischen Atomprogramm hinter dem Atomsperrvertrag verbirgt. Von Mohssen Massarrat.

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04. April 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Uri Avnery: “Haltet mich zurück!”

"Haltet mich zurück!" ist ein Teil israelischer Folklore. Es erinnert uns an unsere Kindheit. Wenn ein Junge einen Streit mit einem größeren und stärkeren Jungen hat, der vorgibt, er werde ihn jeden Augenblick angreifen, schreit den Zuschauern zu: "Haltet mich zurück, oder ich werde ihn umbringen!" Israel ist jetzt in solch einer Situation. Wir geben vor, wir seien im Begriff, den Iran jeden Augenblick anzugreifen, und schreien der Welt zu: "Haltet uns zurück, oder…". Von Uri Averny.

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01. April 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Iran, Israel und USA - Hintergründe zur Konfliktregion Naher und Mittlerer Osten

Nach dem ersten Toten in Israel seit Ende des Gaza-Krieges 2008/2009, einem thailändischen Arbeiter, der am 18.3.2010 durch einen Raketenbeschuss aus dem Gaza-Streifen auf einen Kibbuz ums Leben kam, stehen die Zeichen im Nahen und Mittleren Osten weiter auf Konfrontation und Eskalation: "Israelische Politiker forderten sogleich eine harte Vergeltung. ‘Dies ist eine ernste Eskalation’, sagte Vize-Premier Silwan Shalom, ‘die Antwort wird besonders heftig werden, und ich hoffe, die Hamas lernt ihre Lektion’", berichtete die Süddeutsche Zeitung am 19.3.2010. Von Clemens Ronnefeldt.

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22. März 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Weil die Amerikaner so leichtgläubig sind, kann die US-Regierung immer wieder andere Länder in den Ruin treiben

Der renommierte US-Publizist Paul Craig Roberts rechnet damit, dass auch der Krieg gegen den Iran mit einem inszenierten Terroranschlag begründet wird.

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10. März 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Iran-Atomkonflikt ist bester Beweis für Untrennbarkeit der friedlichen von der militärischen Nutzung der Atomtechnik

Der Politikwissenschaftler Prof. Dr. Mohssen Massarrat warnt in einem Offenen Brief an zwei politisch Verantwortliche der Partei Bündnis 90/Die Grünen vor der drohenden Eskalation im Iran-Atomkonflikt. Kerstin Müller, MdB, Sprecherin der Grünen für Außenpolitik, und Omid Nouripour, MdB, sicherheitspolitischer Sprecher der Grünen, "haben sich in letzter Zeit für Sanktionen gegen Iran ausgesprochen und damit die gefahrvolle Strategie von USA und EU sich zu eigen gemacht." (Mohssen Massarrat). Wir dokumentieren den Offenen Brief von Mohssen Massarrat.

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02. März 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Das Ende der Vision Obamas von einer Welt ohne Atomwaffen

Scott Ritter, ein ehemaliger US-Offizier und UN-Waffeninspekteur, enthüllt das falsche Spiel, das die Obama-Regierung mit dem Iran getrieben hat, um den lange geplanten Überfall auf dieses Land psychologisch vorzubereiten.

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11. Februar 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Die Botschaft ist klar: Israel soll den Iran nicht angreifen

Im Meer von Gehirnwäsche, Einschüchterung und Klischees, die uns umgeben, lohnt es sich zuweilen, auf eine Stimme von außen zu achten, eine nicht weniger fähige als die der israelischen "Experten" über Sicherheitsfragen und den Iran: auf die Stimme der Vernunft. Solch eine Stimme war die des ranghohen europäischen Diplomaten, der fünf Jahre lang als Botschafter in Teheran diente, und der diese Woche Israel besuchte. Seine Botschaft war klar und scharf - Israel solle den Iran nicht angreifen. Von Gideon Levy.

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10. Februar 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Symptom und Krankheit

Teheran sollte im Atomstreit nur einlenken, wenn auch seine Sicherheitsinteressen garantiert werden und alle Nuklearmächte den Kernwaffensperrvertrag einhalten. Von Lutz Herden.

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11. Januar 2010 | Internationales, Militär und Krieg
Unterirdische Gerüchte

In den Meinungsküchen der Neuen Welt wird dieser Tage ein spezielles Gerücht gekocht: In Iran gibt es Höhlen. Das ist zwar seit Zarathustras Zeiten bekannt, macht aber nichts. In diesen Höhlen könnten die Bombenperser doch geradezu unbemerkt Atomwaffen herstellen, noch dazu gesichert gegen die vorbeugend abgeworfenen Bomben der - fast hätte hier gestanden: freien Welt. Merke: Seit George W. Bushs Nuclear Posture Review von 2002 ist es geradezu geboten, alle geeigneten Waffen einzusetzen, falls eine möglicherweise bedrohliche Macht sich anheischig macht, heimlich Nuklearwaffen zu entwickeln. Von Karl Grobe.

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02. Dezember 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 16): Solidarität mit Atefeh Nabavi, Demonstrantin, verurteilt

Die 16. Folge der vorliegenden Artikelreihe sollte ursprünglich der iranischen Dichterin Simin Behbahani gewidmet werden. Aus aktuellem Anlass hat die Autorin Afsane Bahar jedoch diese Reihenfolge geändert und bittet dringend um Unterstützung und Solidarität wegen der 27-jährigen, politisch aktiven Studentin Atefeh Nabavi, die als erste iranische Frau am 24.11.2009 im Zusammenhang mit den Demonstrationen nach den umstrittenen Präsidentschaftswahlen vom vergangenen Sommer zu vier Jahren Haft verurteilt wurde.

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10. November 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 10): “Wenn die Nacht am tiefsten … - Macht und Alltag im Iran”

In der neuen Folge liest Afsane Bahar ein Heft der Zeitschrift mit dem kryptischen Titel "iz3w" und einem ganz und gar nicht kryptischen Inhalt, macht sich ihre Gedanken darüber und legt sie für uns nieder.

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09. November 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 9): Ahnenforschung. Plädoyer für eine durchdachte Toleranz

Die Verfasserin macht uns mit einigen Eigenarten ihrer Familie bekannt. Von Afsane Bahar.

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08. November 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 8): Zeitreise 1

Letzte Woche erhielt ich einen dicken Briefumschlag aus Teheran. Er enthielt einen längeren Brief. Dabei geht es einer Zeitreise in das Teheran des Herbstes 1967. Von dort geht es in mehreren Etappen bis - zunächst - in den Sommer des Jahres 2005. Wir erfahren viel Persönliches, aber auch Politisches. Beides ist häufig miteinander verwoben. Von Afsane Bahar.

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04. November 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 7): Dichter und Denker, Richter und Henker

Was für ein verzerrtes, irreführendes, kümmerliches Bild würde entstehen, wenn man nur die "Mörder und Henker" eines beliebigen Volkes vorstellen und seine "Dichter und Denker" verschweigen würde. Will man die zeitgenössische Geschichte Irans bearbeiten, so kommt man aufgrund vielseitiger Verquickungen unweigerlich zu einer Darstellung beider Seiten. Von Afsane Bahar.

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30. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 6): Weiteres über das Gesundheitswesen im Iran

Heute möchte ich anhand einer Zuschrift beispielhaft eine nähere Beschreibung zum iranischen Gesundheitswesen liefern. Darin gibt der Verfasser anhand eines Herzzentrums seiner Stadt ein kleines Beispiel von dem Elend und den menschenunwürdigen Verhältnissen, die im Iran herrschen. Von Afsane Bahar.

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29. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 5): Maryam

Vor zwei Tagen erfuhr ich telefonisch, dass Maryam einen Kreislaufkollaps hatte, notfallmäßig im Krankenhaus aufgenommen und unmittelbar nach Durchführung einer Herzkatheter-Untersuchung einer Bypass-Operation unterzogen worden ist. Das erstaunt mich zunächst sehr, denn Maryam ist Mitte fünfzig. Wenn man bedenkt, dass ca. 40% der herzchirurgischen Patienten in Deutschland 70 bis über 70 Jahre alt sind, ist mein Erstaunen verständlich. Es kommt aber nicht von ungefähr, dass Iraner bereits in jungen Jahren einen Herzinfarkt erleiden. Von Afsane Bahar.

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28. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 4): Gebirgswanderungen

Nördlich wird Teheran von der Gebirgskette Albors begrenzt. Diese Gebirgskette ist eine von den wenigen Sachen, die ich in dieser Stadt sehr schätze. Es gibt inzwischen eine große Zahl von Menschen im Iran, die Wandern und Bergsteigen betreiben. Im Gebirge herrscht eine ganz andere Atmosphäre als in der Stadt. Hier muss man die von den Hütern der Moral auferlegten Einschränkungen nicht so sehr beachten und fürchten. Von Afsane Bahar.

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27. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 3): Dorothee - Die deutsche Buchhändlerin in Teheran

Es ist die letzte Septemberwoche des Jahres 2008. Vor wenigen Tagen haben die iranischen Schulen mit dem Herbstbeginn ihre Arbeit wieder aufgenommen. Der Sohn meines Vetters, Omid (Hoffnung), geht dieses Jahr in die dritte Klasse. Für Omid möchte ich Übungshefte für die persische Schönschrift besorgen und so lerne ich Dorothee kennen. Von Afsane Bahar.

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24. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 2): Simin - Die “Silberne”

Simin, die "Silberne", treffe ich zum ersten Mal auf der Jahrestagung der Iranischen Gesellschaft für Herzchirurgie 2007 in Teheran. Sie ist Fachärztin für Radiologie mit spezieller Ausbildung in der kardialen Diagnostik. Simin hält einen Vortrag über den perioperativen Einsatz der CT-Diagnostik in der Herzchirurgie. So lerne ich sie kennen. Eine offene, warmherzige Ärztin, die sicher nicht zu dem in Deutschland vermittelten Bild der schwarz verhüllten Frauen passt. Von Afsane Bahar.

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21. Oktober 2009 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bilder gegen den Krieg. Momentaufnahmen aus dem Iran (Teil 1): Eine Brise aus dem Land der Versöhnung

Ich denke darüber nach, ob ich dem deutschen Leser es vermitteln kann, dass im Iran Menschen leben mit ähnlichen Sorgen, Wünschen und Beschäftigungen. Die Informationen in deutschen Medien erzeugen oft nur ein verzerrtes Bild von den wahren Gegebenheiten im Iran. Hat man jedoch einmal begriffen, dass bei der Berichtserstattung über Kriege hinter den Fernsehbildern Menschenleben stecken, so wird man hoffentlich einmal mehr über den Sinn und Unsinn von Waffeneinsätzen nachdenken. Das ganze bespreche ich mit meinen Angehörigen und Bekannten. Im weiteren Verlauf wird ein Projekt entworfen. Meine Erinnerungen und die Beiträge meiner Bekannten sollen Bilder gegen den Krieg liefern, Momentaufnahmen aus dem Iran zur Friedensstiftung. Von Afsane Bahar.

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08. Oktober 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Die Behauptung, vom Iran gehe eine atomare Bedrohung aus, ist eine Lüge

Obamas Anfeindungen gegen den Iran verfolgen eine andere Absicht: Mit Hilfe der Medien soll die Öffentlichkeit auf einen endlosen Krieg vorbereitet werden. Von John Pilger.

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04. Oktober 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Kein Krieg gegen Iran! Wichtige Fakten gegen den Krieg

Im Zusammenhang mit den Gesprächen zwischen Vertretern der fünf Vetomächte im Weltsicherheitsrates und Deutschlands mit iranischen Gesandten sollten sich Friedensaktivisten fünf grundsätzliche Fakten vor Augen halten. 1. Es gibt absolut keinen Beweis dafür, dass der Iran versucht, Atomwaffen zu bauen. 2. Die USA haben keine "geheime Nuklearanlage" im Iran entdeckt. 3. Die aktuellen Raketentests (Langstreckenraketen) des Iran dienen nur der Verteidigung. 4. Trotz allem, was wir immer wieder hören: Präsident Mahmoud Ahmadinedschad leugnet den Holocaust nicht. 5. Der Iran besitzt Öl, sehr viel Öl. Von Phil Wilayto.

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09. August 2009 | Internationales, Militär und Krieg
Erklärung von 40 engagierten Wissenschaftlern: “Die Kinder Adams sind aus einem Stoff gemacht”

Wenn wir uns gegen die Gewaltandrohung von außen an den Iran (im Atomkonflikt) aussprechen und vor einem Luftangriff warnen, können wir nicht bei der Gewaltanwendung im Iran selbst gegen die eigene Zivilgesellschaft schweigen. Denn die Solidarität mit der Zivilgesellschaft und eine Friedensordnung in der Region begründen das Hauptanliegen unserer Bemühung. Wenn wir die Sanktionen des Auslandes gegen das iranische Volk verurteilen, verurteilen wir umso mehr inländische Sanktionen gegen friedliche Demonstranten, Journalisten, Gewerkschaftler, Professoren, Studenten u.a. Dadurch entzieht sich die Regierung auch die eigene inländische Basis gegen die ausländische Bedrohung.

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13. Oktober 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Schurke oder Unschuldslamm? Der Iran und sein umstrittenes Atomprogramm

Im Streit um das iranische Nuklearprogramm wird häufig nur in Schwarzweiß gemalt. Die Schattierung richtet sich dabei nach der politischer Ausrichtung des Betrachters und die Rollen sind klar verteilt: Für die einen gilt der Iran als heimlicher Atomwaffenaspirant, der illegal an der Bombe bastelt. Wenn überhaupt könnten ihn nur Druck und Gewalt daran hindern. Entsprechend dem anderen Szenario gibt Teheran das verfolgte Unschuldslamm, das nichts Schlimmes im Schilde führt und die Nuklearenergie ausschließlich friedlich nutzen will. Trotzdem aber werde es haltlos verdächtigt. Möglicherweise aber ist die Wahrheit komplizierter und erfordert, einige grundlegende Zusammenhänge etwas genauer anzuschauen. Von Wolfgang Kötter.

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07. Oktober 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Schacher und Scherben

Auslaufmodell: Die Anti-Iran-Front ist so marode wie die Bush-Administration. Von Lutz Herden.

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14. August 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Gegen einen Angriff auf den Iran - Stellungnahme der Jüdischen internationalen Opposition

Die vorliegende Stellungnahme ist eine Antwort zu einem Artikel von Benny Morris zu einem Angriff Israels auf Iran, der in der New York Times am 18. Juli veröffentlicht wurde. Die internationale jüdische Opposition hat die Stellungnahme als Widerspruch zur Logik, Analyse und Absicht dieser Einlassung unterzeichnet. Die Stellungnahme wird von 113 Unterzeichnenden aus 14 Ländern unterstützt. Unter ihnen Prof. Noam Chomsky.

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21. Juli 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Atomstreit mit Blickkontakt

Ein Iraner und ein Amerikaner haben sich in Genf gesehen. Kein Durchbruch im Atomstreit. Aber die Mauer zeigt Risse und man erkennt sogar die Konturen von Türen. Von Karl Grobe.

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17. Juli 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Immer mit Bombardements leben

Wie die Dinge jetzt aussehen, ist dies der Weg, den Israel für seine Zukunft wählt: jedes Mal, wenn ein nahöstliches Land versucht, eine Nuklearwaffe zu bekommen, wird Israel bombardieren. Bombe - bombardieren. Abgesehen von der problematischen Annahme, dass es uns erlaubt sei, was anderen nicht erlaubt ist und was in unseren Händen sicher sei, aber gefährlich in den Händen der anderen - diese Art der Einstellung wird in die Katastrophe führen. Wir haben schon zwei Mal versucht - im Irak und in Syrien - und es funktionierte. Es ist allerdings fraglich, ob es erforderlich war. Nun sieht es so aus, als ob wir es ein drittes Mal versuchen, diesmal gegen den Iran. Von Gideon Levy.

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13. Juli 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Warum nicht?

Wenn du die Politik eines Landes verstehen willst, schau dir die Landkarte an, empfahl Napoleon. Jeder, der wissen möchte, ob Israel und/oder die USA im Begriff sind, den Iran anzugreifen, sollte sich auf der Karte die Straße von Hormus ansehen, die den Iran von der arabischen Halbinsel trennt. Durch diese enge Wasserstraße - nur 34 Kilometer breit - fahren die Schiffe, die 1/5 bis 1/3 der Menge des Weltöls transportieren, einschließlich des Öls aus dem Iran, dem Irak, aus Saudi-Arabien, Kuwait, Katar und Bahrein. Von Uri Avnery.

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06. Juli 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Bombardiert Israel iranische Atomanlagen …

Israel hat am Wochenende bestätigt, dass die eigene Luftwaffe jüngst bei Manövern im Mittelmeer Bombenabwürfe auf iranische Atomanlagen geprobt hat. Gleichzeitig meldeten sich israelische Militärs zu Wort, die einen baldigen Militärschlag gegen Teheran nicht ausschließen. Aus diesem Grund dokumentierte die Wochenzeitung FREITAG die aktualisierte Version eines Kapitels aus dem neuen Buch des Osnabrücker Sozial- und Regionalwissenschaftlers Mohssen Massarrat Kapitalismus - Machtungleichheit - Nachhaltigkeit. (VSA-Verlag, Hamburg), das sich mit den Beziehungen zwischen den USA und Israel beschäftigt.

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25. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
EU-Sanktionen gegen den Iran vergrößern Kriegsgefahr

Am Montag, dem 23. Juni, verschärfte der EU-Ministerrat die Sanktionen gegen den Iran weiter: Die Guthaben der größten iranischen Bank, der Melli-Bank, wurden eingefroren und die Liste derjenigen Iraner und Iranerinnen, die nicht nach Europa einreisen dürfen, erweitert. Die neuerlichen EU-Sanktionen sind weitere Schritte auf der Eskalationsspirale gegen den Iran. Die Gefahr, dass am Ende dieser Eskalation ein weiterer Krieg steht, sollte sehr ernst genommen werden. Von Tobias Pflüger.

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18. Juni 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Atomstreit mit Iran - Kalter Krieg der Konten

London will das Vermögen der größten iranischen Bank im Ausland einfrieren. Das kündigte Premierminister Gordon Brown am Montag bei einer Pressekonferenz mit US-Präsident George W. Bush in der britischen Hauptstadt an. Großbritannien wolle deutlich machen, dass der Iran alle Pläne zur Entwicklung von Atomwaffen aufgeben müsse. Brown rief die europäischen Regierungen auf, ebenfalls neue Sanktionen gegen den Iran zu verhängen. Von Karl Grobe.

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14. März 2008 | Internationales, Militär und Krieg
Atomstreit mit Iran

Im November letzten Jahres warteten die amerikanischen Geheimdienste mit einer handfesten Überraschung auf. In einer gemeinsamen Bewertung hielten sie öffentlich fest: Der Iran hat kein aktives militärisches Nuklearprogramm. Das schien deutlich. Eine heftige Ohrfeige für Präsident Bush und seine konfrontative Iran-Politik. Der ständig wiederholten Behauptung, der Iran baue mit Hochdruck an der Bombe, schien der Boden entzogen zu sein. Und damit auch militärischen Drohungen sowie den US-Forderungen nach verschärften Sanktionen gegen Teheran. Doch dieser Eindruck täuschte gewaltig. Von Otfried Nassauer.

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18. Dezember 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Bush ohne Mullah-Bombe

USA: Geheimdienstreport über Irans Atomprogramm - das Weiße Haus stottert, schwankt aber nicht. Von Jürgen Rose.

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10. Dezember 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Wie sie uns die Bombe gestohlen haben

Es war, als ob eine Atombombe auf Israel gefallen wäre. Die Erde bebte. Unsere politischen und militärischen Führungskräfte standen unter Schock. Die Schlagzeilen schrien vor Wut auf. Was ist geschehen? Etwas Katastrophales: der amerikanische Geheimdienst, der aus 16 verschiedenen Agenturen besteht, hat ein einstimmiges Urteil gefällt: schon 2003 beendeten die Iraner ihre Bemühungen, eine Atombombe zu bauen, und sie haben diese Bemühungen seitdem nicht wieder aufgenommen. Selbst wenn sie in Zukunft ihre Meinung ändern würden, dann bräuchten sie noch fünf Jahre, um ihr Ziel zu erreichen. Sollten wir darüber nicht überglücklich sein? Von Uri Avnery.

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05. Dezember 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Der dritte Weltkrieg - abgesagt

Mit zwei Sätzen haben die vereinigten Spionagedienste der USA die Washingtoner Iran-Politik ausgehebelt. Erstens: 2003, also seit vier Jahren, hat das Teheraner Regime die Entwicklung von Kernwaffen gestoppt. Zweitens: Die iranische Führung entscheidet auf Grund von Kosten-Nutzen-Analysen. Der Bericht hat seit mindestens einem Jahr in irgendwelchen geheimen Schubladen in Washington herumgelegen. Den Diensten war die ganze Zeit klar, dass der Iran sein Atomwaffenprogramm längst auf Eis gelegt hat. Soll man sich im Ernst vorstellen, dass die regierenden Herren George W. Bush und Richard Cheney keinen blassen Dunst davon hatten? Wussten sie Bescheid, dann war Bushs Oktober-Gerede von der Gefahr eines dritten Weltkriegs mindestens leichtfertig. Von Karl Grobe.

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25. November 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Iran-Krieg noch in der Bush-Ära?

Während der Öl-Preis sich der 100 US-Dollar-Grenze pro 159-Liter-Fass nähert, der US-Dollar auf einem historischen Tiefpunkt und das US-Leistungsbilanzdefizit auf einem historischen Höchststand angekommen sind, verschärfen sich die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten von Woche zu Woche. Ende Juli 2007 verkündete die US-Regierung einen gigantischen Aufrüstungsplan: Um Iran und die schiitischen Kräfte der Region einzudämmen, werden Saudi-Arabien, Ägypten und die Golfstaaten Waffen im Wert von 34 Milliarden US-Dollar erhalten. Angesichts dieser politischen Großwetterlage Iran mit einem weiteren Krieg zu überziehen, hieße vermutlich ohne Übertreibung, einen Weltkrieg zu riskieren. Von Clemens Ronnefeldt.

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14. November 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Erinnerung an die Balkan-Krise 1914? Pulverfass Naher und Mittlerer Osten

Die Lage im Nahen und Mittleren Osten wird immer verworrener. Sie erinnert an die Situation auf dem Balkan im Jahr 1914. Eine wachsende Zahl von Akteuren läuft mit brennender Lunte um ein riesiges Pulverfass, das vom Mittelmeer im Westen bis nach Pakistan im Osten reicht. Ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis eine dieser Lunten - absichtlich oder nicht - in diesem Fass landet und es zur Explosion bringt? Besteht die Gefahr eines neuen Weltkrieges? Auszuschließen ist es jedenfalls nicht. Von Otfried Nassauer.

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10. November 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Appell an die Bundesregierung wegen drohendem Krieg gegen den Iran

In einem aktuellen Appell an die Bundesregierung rufen bekannte Persönlichkeiten aus der Friedens- und Konfliktforschung, der Friedensbewegung und anderer sozialer Bewegungen die Bundesregierung auf, nicht länger zu der weiterhin wachsenden Gefahr eines US-Krieges gegen den Iran zu schweigen. “Wir sind sehr besorgt, dass die täglichen Kriegsdrohungen aus dem unmittelbaren Umfeld des US-Präsidenten in einen Krieg münden könnten”, heißt es in dem Appell. “Die Indizien für unsere Befürchtungen sind erdrückend. Präsident Bush spricht offen davon, einen Dritten Weltkrieg verhindern zu wollen.”

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04. November 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Das Imperium wird zurückschlagen - nur wann?

Ketten- und Kurzschlussreaktionen denkbar: Der Iran verstößt den Dollar und muss sich auf noch härtere Sanktionen einstellen. Von Michael R. Krätke.

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10. Oktober 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Iran gefährlicher als der Irak?

Washington hat im Streit mit dem Iran eine zweite Front eröffnet. Es geht jetzt nicht mehr allein um Teherans Atomprogramm. Der US-Präsident persönlich hat dies deutlich gemacht. Vor amerikanischen Kriegsveteranen bezeichnete George W. Bush Ende August den Iran als eine der Ursachen für die Probleme im Mittleren Osten: Der Iran - ein Gegner im Krieg der USA gegen den Terror. Militärisch gegen Teheran vorzugehen wäre legitim. So lautet die zentrale Botschaft. Von Otfried Nassauer.

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30. September 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Und was nun mit dem Iran?

Eine bedeutende amerikanische Zeitung brachte in dieser Woche einen Knüller: Vizepräsident Dick Cheney, der König der Falken, hat sich einen macchiavellistischen Plan für einen Angriff auf den Iran ausgedacht. Sein Hauptpunkt: Israel wird mit der Bombardierung einer iranischen Nuklearanlage beginnen, der Iran wird mit dem Abschuss von Raketen auf Israel reagieren - und dies wird als Vorwand für einen amerikanischen Angriff auf den Iran dienen. Von Uri Avnery.

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21. September 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Stoppt den Wahnsinn!

Zu Wochenbeginn hat der französische Außenminister Bernard Kouchner den Atomstreit mit Teheran als die größte internationale Krise der Gegenwart bezeichnet. Man müsse auf “das Schlimmste vorbereitet sein”. Kouchner ließ keinen Zweifel, dass er darunter einen Krieg gegen den Iran versteht. Ein Truppenabzug aus Afghanistan wäre ein wichtiger Schritt, um einen Krieg gegen den Iran zu verhindern. Von Mohssen Massarrat.

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13. August 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Ziel Iran

In seinem neuen Buch ‘Targeting Iran’ interviewt David Barsamian Noam Chomsky, Ervand Abrahamian und Nahid Mozaffari. Er fragt seine Interview-Gäste nach jenem Hegen und Pflegen, das schließlich in die Dämonisierung des Iran durch die USA kulminiert ist - ein wechselseitiger Prozess zwischen den Vereinigten Staaten und dem Iran (seit der Islamischen Revolution im Iran 1979). Von Khatchig Mouradian.

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10. August 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Mohammed und die Brandstifter

Sehenden Auges: Die amerikanischen Rüstungspläne für den Nahen und Mittleren Osten sind so rational wie irrsinnig. Von Mohssen Massarrat.

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25. Juli 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Ein weiterer Schritt in Richtung Krieg mit dem Iran

Die Demokraten hielten hielten in der Nacht vom 17. Juli eine Nachtsitzung ab - um die Wogen der enormen Antikriegsstimmung überall in den USA zu glätten. Ihr Versuch, Bushs Irakkrieg herauszufordern, ist bestenfalls als oberflächlich zu werten, ein Ritual. Voller Befriedigung legten sie einen lächerlichen Zeitplan für den Rückzug fest, ebenso lächerlich klingt ihre moralische Entrüstung. Die Demokraten stellen Bushs Außenpolitik im Mittleren Osten sicherlich nicht infrage - im Gegenteil, sie begrüßen sie. Letzte Woche wurde im Senat über die nächsten Schritte in Richtung Irankrieg abgestimmt. Ergebnis: 97 zu 0. Von Joshua Frank.

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11. Mai 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Zur Lage am Persischen Golf: Überall Kriegsschiffe und Bomben

Das Flugdeck der USS Nimitz ist bestückt mit 80 schnittigen, mit Bomben und Raketen bewaffneten Kampfflugzeugen. Diese Flieger sind jederzeit von einer Minute auf die andere einsatzbereit - bei Tag und bei Nacht. Derzeit nähert sich die USS Nimitz mit hoher Geschwindigkeit dem Persischen Golf, wo sie zu zwei weiteren US-Flugzeugträgern und dem französischen Flugzeugträger Charles De Gaulle hinzustoßen wird. Es ist die massivste Konzentration navaler Feuerkraft in der Region seit dem US-Einmarsch in den Irak vor vier Jahren. Warum findet diese Konzentration ausgerechnet jetzt statt? Von Michael T. Klare.

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13. April 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Sieg nach Punkten

Medien-Fight: Der PR-erfahrene Tony Blair hat eine PR-Schlacht gegen die Islamische Republik Iran klar verloren. Von Mohssen Massarrat.

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05. April 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Teheraner “Geschenk”

Die Briten sind frei. Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat die im Golf gefangen genommenen Soldaten am Mittwoch auf ungewöhnliche Art “dem britischen Volk geschenkt”, während einer Pressekonferenz, und nicht ohne eine Geste zur Wahrung des eigenen Gesichts damit zu verbinden. Drei Küstenwächter, welche die 15 Briten im umstrittenen Seegrenzgebiet aufgegriffen hatten, bekamen Orden. Für das Publikum musste das so inszeniert werden. Nicht wegen der Gerechtigkeit, sondern zu Ehren des Geburtstags des Propheten und aus Anlass des iranischen Neujahrs; ein Gnadenakt, beileibe keine Kapitulation. Von Karl Grobe.

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02. April 2007 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Kein Krieg gegen Iran! Die britischen Soldaten sofort freilassen!

Die Festnahme von 15 britischen Soldaten erhöht die Gefahr eines Angriffskrieges gegen den Iran - gleichgültig, ob die Festnahme in iranischen oder irakischen Gewässern erfolgte. Der Iran ist von US-amerikanischen Militärbasen zu Land und zur See umzingelt. In Israel werden bereits Übungen für einen Angriff auf den Iran betrieben. Die kriegerische Rhetorik beider Nuklearmächte ist außerordentlich bedrohlich und gibt zu größter Sorge Anlass, dass ein weiterer Krieg in Nah- und Mittelost vom Zaun gebrochen werden könnte. Von Andreas Buro.

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29. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Eskalation am Golf

Britanniens Regierung hat Beweise vorgelegt. Die von der iranischen Marine aufgebrachten britischen Boote waren demnach noch anderthalb Seemeilen von der unsichtbaren Grenze entfernt, als sie gekapert wurden. Die 15 gefangenen Briten müssen also sofort freigelassen werden, oder es setzt andere Maßnahmen, droht Premier Tony Blair. Iran bestreitet die Version; die Kaperung habe sich 500 Meter innerhalb der iranischen Gewässer ereignet. Ob alliierte Hochseepatrouillen wirklich die vornehme Aufgabe haben, ganz unschuldig auf indischen Schiffen nach geschmuggelten Autos zu fahnden, ist da eher Nebensache. Die Eskalation ist da. Von Karl Grobe.

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11. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Das Atomprogramm des Irans - Zwischen Diplomatie und militärischer Option

Der Streit um das iranische Atomprogramm geht weiter. Otfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrum für Transatlantische Sicherheit - BITS, nimmt zu vier Punkten aktualisierend Stellung: erstens, zum Stand des iranischen Atomprogramms; zweitens zum Stand der Bemühungen, den Iran zum Einlenken zu zwingen; drittens zur Frage eines potentiellen Militärschlages und viertens zu den Möglichkeiten, zu einer politisch-diplomatischen Lösung zu kommen.

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03. März 2007 | Internationales, Militär und Krieg
US-Generäle “werden hinschmeißen”, wenn Bush einen Angriff auf den Iran befiehlt

Einige der ranghöchsten Militärkommandeure der USA sind bereit, ihren Abschied zu nehmen, sollte das Weiße Haus einen Militärschlag gegen den Iran befehlen. Das verlauten ranghohe Geheimdienst- und Verteidigungs-Quellen. Von Sarah Baxter und Michael Smith.

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27. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Die Kriegstrommeln werden immer lauter

Obwohl die Hardliner in der US-Regierung schon lange auf einen bewaffneten Angriff gegen den Iran hinarbeiten, werden die Kriegstrommeln seit Anfang des Jahres immer unüberhörbarer. Die Anzeichen mehren sich, dass sich Washington tatsächlich auf einen Angriff vorbereitet, wie jüngste Maßnahmen überdeutlich machen. Von Jürgen Wagner.

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24. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Die Israelis vorschicken

Schlag gegen Teheran: Die niederländische ING-Bank geht davon aus, dass es bereits in den nächsten Wochen eine Blitzattacke gibt. Von Jürgen Elsässer.

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23. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Was nützt Bush der Iran?

Seit Tagen hat sich die US-Regierung darauf versteift: Iran trägt die Hauptverantwortung für das Chaos, den Bürgerkrieg und den Tod vieler US-Soldaten im Irak. Teheran gewähre islamistischen Milizen nicht nur ideellen und logistischen Beistand, sondern sorge auch für den Nachschub an Waffen, gibt sich Präsident Bush überzeugt - es sei an der Zeit zu handeln. Wegen des iranischen Nuklearprogramms sowieso. Von Konrad Ege.

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22. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Iran im Fadenkreuz: Washington bereitet eine neue Konfrontation vor

Indem sie die iranische Regierung auf “höchster Ebene” beschuldigen, raffinierte, moderne Straßenrandbomben (in den Irak) geliefert zu haben, rücken die USA einem Krieg mit dem Iran näher. Durch solche Bomben wurden 170 US-Soldaten getötet, 620 verletzt. Die Vorwürfe gegen den Iran erinnern - in Glaubwürdigkeit und Tonfall - an die Vorwürfe der US-Regierung vor vier Jahren, als es um angebliche Massenvernichtungswaffen im Iran ging. Damals sollten die Vorwürfe den Irak-Einmarsch 2003 rechtfertigen. Von Patrick Cockburn.

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22. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Krieg gegen den Iran verhindern!

Verschiedene Friedenswissenschaftler/innen und Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens haben Dank einer Initiative von Mohssen Massarrat (Uni Osnabrück) einen Brief an die Bundeskanzlerin und derzeitige EU-Ratspräsidentin, Frau Merkel, geschrieben. Darin bringen sie ihre große Sorge zum Ausdruck, dass die USA bald einen Luftkrieg gegen den Iran führen könnten. Ein Angriff auf den Iran, so die Unterzeichnerinnen und Unterzeichner, würde den gesamten Nahen und Mittleren Osten in ein Chaos stürzen mit schweren politischen und wirtschaftlichen Auswirkungen auf die gesamte Welt. Deutschland und die EU müssten alles daran setzen, einen solchen Krieg zu verhindern.

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16. Februar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
USA - Iran: Starke Stücke

Der Sprecher des State Department in Washington hat gewiss die Aufgabe, seine Dienstherrin zu verteidigen. Was der gegenwärtige Sprecher, Tom Casey, jetzt äußerte, geht über die Aufgabe weit hinaus. Die Nachricht über Bereitschaft des Iran, mit den USA über alles zu reden, wertete er ab: Eine Fingerübung des Schweizer Botschafters in Teheran. Das ist das starke Stück Nr. 1. Von Karl Grobe.

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06. Februar 2007 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Keine Vorbereitung eines Angriffskrieges gegen den Iran!

Im Januar 2007 haben sich die Hinweise verdichtet, dass die US-Regierung sehr konkrete kriegerische Angriffe auf den Iran plant. Die Neokonservativen um Präsident George W. Bush versuchen offenbar dessen restliche Amtszeit zu nutzen, den Konflikt um das iranische Atomprogramm weiter zu eskalieren und den wachsenden iranischen Einfluss im Nahen Osten zu brechen. pax christi fordert Deeskalation und Direktverhandlungen.

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21. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Interview zum iranischen Atomprogramm

Der Westen misst mit zweierlei Maßstäben und Iran hätte mehr zur Klärung offener Fragen bei seinem Atomprogramm beitragen können meint Otfried Nassauer in einem Interview mit der Iranischen Rundfunk.

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18. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Bushs Irakpläne - wie man den Iran in den Krieg treiben will

Adressat von George W. Bushs Irakrede war weniger der Irak als vielmehr dessen östlicher Nachbar, der Iran. Über die neue Strategie der USA im Irak hatte Bush in seiner Rede wenig zu sagen, dafür umso mehr zum Thema Iran. Was der US-Präsident hier entwickelte, war ein Plan mit dem offensichtlichen Ziel, den Iran in einen Krieg mit den USA hineinzutreiben. Von Trita Parsi.

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16. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
USA / Iran: Der Weg der “Falken”

Während die “gemeinsame Vision” des US-Präsidenten und des   irakischen Regierungschefs sich unwiderruflich in eine Fata Morgana wandelt, nimmt Bush das nächste, größere Ziel ins Visier. Zentrale Passagen seiner jüngsten Aussagen lesen sich wie vorweggenommene Kriegserklärungen gegen die Nachbarstaaten Iraks, Syrien und vor allem Iran. Es wird an Begründungen gebastelt. Sie sind ähnlich wahrheitshaltig wie jene, die vor vier Jahren präsentiert wurden, um den völkerrechtswidrigen Krieg gegen Saddam Husseins Diktatur mit der Aureole des Notwendigen zu umgeben. Von Karl Grobe.

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12. Januar 2007 | Internationales, Militär und Krieg
Die Kreuzfahrer sind voller Ungeduld

“Demokratien” gegen “Islamofaschisten”: Vom Kampfbegriff zur Kriegsallianz. Von Mohssen Massarrat.

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19. Dezember 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Höchste Zeit, Verrat zu begehen

Die US-Regierung hegt die Absicht, den Iran mit Atomwaffen anzugreifen. In einer eindrucksvollen Rede fordert Daniel Ellsberg Beamte und Militärs auf, ihr Schweigen endlich zu brechen und ihr Wissen offen zu legen, um Menschenleben zu retten.

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30. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Interview zum iranischen Atomprogramm

Otfried Nassauer geht in einem Interview mit dem deutschen Programm des Iranischen Rundfunks ein auf Fragen zum iranischen Atomprogramm, zu möglichen Sanktionen gegen Iran, nach der Verantwortung der bisherigen Atommächte, die ihren Abrüstungsverpflichtungen nicht ausreichend nachgekommen sind, für die gegenwärtige Lage im Atomstreit mit dem Iran.

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20. Oktober 2006 | Internationales, Militär und Krieg
UN-Sanktionen gegen Nordkorea: Einfach hysterisch

Mögen in der wirklichen Welt Nordkorea und die Islamische Republik Iran auch geographisch fernab von einander liegen, so sind doch beide auf der politischen Landkarte, aus der George Bush seine Weltanschauung bezieht, direkte Nachbarn - auf der “Achse des Bösen” nämlich. Und so dürfte es keineswegs zufällig sein, dass eingenebelt durch die Propagandaschwaden über dem East River in New York klammheimlich ein Flottenverband der U.S. Navy, angeführt vom Flugzeugträger Eisenhower, in See gestochen ist. Noch vor den für den 7. November anberaumten Kongresswahlen in den USA soll er den Persischen Golf erreichen, um dort zu einem bereits in die Region entsandten Flottenverband um den Flugzeugträger Enterprise zu stoßen. Von Jürgen Rose.

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16. September 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Kein heimtückischer Plan

Was wäre geschehen, hätte die Hisbollah in höchster Bedrängnis Mittelstrecken-Raketen auf Tel Aviv abgefeuert? Diese Frage stellte vor vier Wochen Mohssen Massarrat in der Zeitung Freitag 33 vom 18. August. Vielleicht, so Massarrats Erwägung, wollte die israelische Führung mit ihren massiven Luftangriffen einen Gegenschlag auf das eigene Kernland provozieren, um dann gegen den Iran vorgehen zu können. Ein solcher “heimtückischer Plan” wäre militärisch unsinnig, argumentiert nun Jürgen Rose.

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16. September 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Antwort auf Jürgen Rose: Waghalsige Spekulationen

Mohssen Massarrat hat die Erwägung angestellt, dass die israelische Führung mit ihren massiven Luftangriffen gegen Libanon vielleicht einen Gegenschlag auf das eigene Kernland provozieren wollte, um dann gegen den Iran vorgehen zu können. Ein solcher “heimtückischer Plan” wäre militärisch unsinnig, argumentierte daraufhin Jürgen Rose. Auf Roses Einwände reagiert nun seinerseits Mohssen Massarrat.

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25. August 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Basar der Leichen

In Washington werden die Presseerklärungen geschrieben für die erwartete Konfrontation mit dem Iran, sollte die Regierung in Teheran der UN-Sicherheitsratsresolution nicht nachkommen, bis Ende August mit der Uran-Anreicherung aufzuhören. Die Pläne der US-Regierung sind schwer abzuschätzen. Mit Blick auf den Irak und den Libanon ist allerdings gut vorstellbar, dass Präsident George W. Bush in Richtung Eskalation steuert. Von Konrad Ege.

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21. August 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Ein heimtückischer Plan

Ernstfall: Was wäre geschehen, hätte die Hisbollah in höchster Bedrängnis Mittelstrecken-Raketen auf Tel Aviv abgefeuert? Von Mohssen Massarrat.

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19. August 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Strategischer Imperativ

Am atomaren Abgrund: Warum Israel gegen Libanon einen totalen Krieg geführt hat. Von Jürgen Rose.

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16. August 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Wächst mit dem Libanon-Krieg die Gefahr eines Militärschlages gegen den Iran?

Im Gespräch: Der Politikwissenschaftler und Nahost-Experte Mohssen Massarrat über die erste, zweite und dritte Front im Nahen und Mittleren Osten.

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13. Juli 2006 | Gewalt, Gewaltfreiheit und Frieden
Bush-Besuch, Kriegseskalation im Nahen Osten, Irankonflikt: Friedenslösung für Gesamtregion statt Eskalation im Irankonflikt!

Friedensgruppen protestieren zum Bush-Besuch in Stralsund und vielen weiteren Orten der Bundesrepublik. Sie erinnern an die fortdauernden Kriege in Irak und Afghanistan, an Völkerrechtsbruch, Kriegsverbrechen und Menschenrechtsverletzungen und warnen vor einer Eskalation des Irankonfliktes, die für die gesamte Region verheerend sein könnte. Von Manfred Stenner.

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21. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Im Atomkonflikt mit dem Iran wäre eine Verhandlungslösung greifbar nah

Die Proliferation von Atomwaffen stoppen und Schritte zu deren Eliminierung einleiten - es gibt wohl kaum etwas Dringlicheres. Ein Scheitern hätte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit furchtbare Folgen - bis hin zur Beendigung des einzigen Experiments der Natur mit Wesen von höherer Intelligenz. Doch so bedrohlich die Krise auch sein mag, es gibt Mittel zu ihrer Lösung. Von Noam Chomsky.

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06. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Wenn sich der Iran gesprächsbereit zeigt, müssen die USA ohne Vorbedingungen darauf eingehen

Es ist absurd, von Teheran Konzessionen zu erwarten, noch bevor man sich mit Amerika an einen Tisch gesetzt hat. Von Jonathan Steele.

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02. Juni 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Bedingt gesprächsbereit

Condoleezza Rice stellt Bedingungen: zuerst hat Teheran die Uran-Anreicherung aufzugeben und ungehinderte Kontrollen zu ermöglichen. Es wird so nicht funktionieren. Ernste Verhandlungen lassen sich nicht von einem vorformulierten Ziel her führen. Von Karl Grobe.

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22. Mai 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Entschlossene Geschlossenheit

Wenn die US-Seite auch künftig nicht anderes vorzuweisen hat als Unnachgiebigkeit und die stereotype Formel "völliger Verzicht auf jede Anreicherung von Uran", wird Teheran klar nein sagen. Deshalb wollen ja die Vereinigten Staaten auf jeden Fall eine neue UN-Resolution, die in der Aussage klar ist und ihnen mehr Handlungsspielraum verschafft als die bisherigen Beschlüsse des Sicherheitsrates in Sachen Iran. Sie bestehen auf dem Bezug zu Kapitel VII der Charta und damit auf der Option Militärschlag. Von Mohssen Massarrat.

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20. Mai 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Casus belli - oder die normative Kraft des Faktischen

Anders als die großen offiziellen Atommächte USA, Frankreich, Großbritannien und Russland ist Iran seinen Verpflichtungen aus dem Atomwaffensperrvertrag und dessen Zusatzabkommen nachgekommen. Es ist geradezu gespenstisch. Angesichts eines in Flammen stehenden Irak hat der UN-Sicherheitsrat nichts Besseres zu tun, als sich mit dem Iran zu befassen - einer insgesamt stabilisierenden Kraft in der Region und als islamistisches Regime weit gemäßigter als zum Beispiel das saudische oder kuwaitische. Von Andrea Noll.

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05. Mai 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Wie gefährlich ist der Iran?

Wie gefährlich ist der Iran? Wie sollte die UN vorgehen? Welche Interessen verfolgen die USA/Israel/Europa? Interview mit Otfried Nassauer.

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04. Mai 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Fataler Iran-Resolutionsentwurf

Als Weg in eine bald nicht mehr umkehrbare Eskalationsspirale bezeichnet das Netzwerk Friedenskooperative den von Großbritannien und Frankreich in den UN-Sicherheitsrat eingebrachten Resolutionsentwurf auf der Grundlage von Kapitel VII der UN-Charta. Absolut fatal wäre seine Annahme, die aber auf Grund der bekannten Bedenken Chinas und Russlands unwahrscheinlich sei. Auch wenn die wirtschaftlichen Interessen für diese blockierende Haltung mehr als durchsichtig seien: Die beiden Veto-Mächte könnten in dieser Haltung nur unterstützt werden. Von Manfred Stenner.

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21. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Noch ein endloser Blitzkrieg?

Iran: Bush will den Krieg - und Ahmadinedschad scheut ihn nicht. Dabei dient die Atlantische Geschlossenheit nur dazu, die EU in eine US-Intervention zu verwickeln - Russlands Kompromiss wäre ein Ausweg. Von Mohssen Massarrat.

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20. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Im Streit mit Iran geht es um die Macht am Persischen Golf

Der Iran-Konflikt hat den Ölpreis hochgetrieben. In Nahost, der Region mit den größten Ölvorräten, spielt Teheran eine Schlüsselrolle. Es ist der einzige Staat der Region, wo die USA keinen Einfluss haben. Analyse von Karl Grobe.

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13. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iran-Konflikt: Die Drohkulissen bewirken das Gegenteil der propagierten Absichten

Die Erklärung des UN-Sicherheitsrates zu Iran mit der Setzung einer 30-Tage-Frist zum Stop der Uranaufbereitung erweist sich schon jetzt als schwerwiegender Fehler, droht politisches Management in eine Sackgasse zu führen und letztlich zu einer Rechtfertigung für etwaige militärische Aktionen der US-Regierung mit dem Ziel eines Regimewechsels im Iran zu werden. Von Mani Stenner.

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13. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Teherans Prahlen

Ahmadinedschad hat geprahlt. Offenkundig ist ein Motiv: Dem Sicherheitsrat wurde die Stirn geboten. Die Wirkung ist verheerend. Die Teheraner Mullah-Diktatur hat sich über einen Sicherheitsratsbeschluss hinweggesetzt, den sie zwar nicht gebilligt hat, der aber einen Ausweg in das Terrain diplomatischer Lösung wies. Ahmadinedschad liefert der kriegswilligen Partei Argumente frei Haus. Jene bellizistischen Zivilisten in Washington, Jerusalem und möglicherweise London, die aus einer Vielzahl anderer Gründe das Regime von außen her durch militärische Aktionen stürzen wollen, reiben sich die Hände. Von Karl Grobe.

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11. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Gefahr zieht auf

Militärs werden unter anderem dafür bezahlt, Pläne für alle denkbaren Waffeneinsätze auszuarbeiten. Ob sie verwirklicht werden, entscheidet die politische Führung, jedenfalls in zivil geführten Staaten. Nun deuten glaubwürdige Nachrichten darauf hin, dass die Berufssoldaten in der Spitze des Pentagon vor den extremen Plänen für einen möglichen militärischen Einsatz gegen Iran warnen, Plänen, in denen auch Atomwaffen eine Rolle spielen. Die erkennbare Entschlossenheit des Präsidenten George W. Bush, das Ahmadinedschad-Regime zu stürzen, lässt Zweifel an der begütigenden Relativierung der Pläne zu. Es gibt unkontrollierbare Selbstläufer-Mechanismen. Von Karl Grobe.

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11. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Washingtons Drohungen

Irans Regierung hält die jüngsten Berichte über Kriegspläne der USA und den möglichen Einsatz von Atomwaffen für rhetorischen Theaterdonner. Der Teheraner Außenamtssprecher Hamid-Reza Asefi sagte am Montag, die jüngsten Berichte über Kriegsvorbereitungen gingen auf die "Wut und Hilflosigkeit" der Washingtoner Regierung zurück. Im New Yorker berichtete der Journalist Seymour Hersh, die Bush-Regierung habe Geheimoperationen in Iran verstärkt und Planungen für einen möglichen Großangriff aus der Luft intensiviert. Diese Berichte legen den Schluss nahe, dass die zivile Führung bis zu Präsident George W. Bush, der die letzte Entscheidung zu treffen hat, im Gegensatz zu den Militärs auf einen Kriegseinsatz dringt. Von Karl Grobe.

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10. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Atomwaffeneinsatz gegen den Iran?

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW hat auf ihrem internationalen Kongress "Zeitbombe Atomenergie. 20 Jahre Tschernobyl" an diesem Wochenende mit Bestürzung auf einen Bericht des US-amerikanischen Magazins The New Yorker reagiert. Demnach planen die USA, unterirdische nukleare Forschungsanlagen im Iran mit Atomwaffen anzugreifen. In einem Appell werden die Kriegspläne der USA einhellig verurteilt. Die deutsche Regierung und Politiker aller Parteien werden aufgefordert, einer deutschen Unterstützung eines Krieges gegen den Iran eine klare Absage zu erteilen.

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01. April 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Interessenzone Iran

Seit sechzig Jahren ist die Golfregion, somit auch Iran, für Washington eine strategische Interessenzone. Der Grund dafür heißt Erdöl. Wer mit den USA kooperiert und wie das betreffende Regime beschaffen ist, interessiert die USA herzlich wenig, solange die Kooperation - der Zugang zum Energierohstoff - gesichert ist. Ein demokratisches Regime in Teheran den 70 Millionen Iranern von außen aufzuzwingen, wie es auf der Tagesordnung der Neokonservativen in den USA steht, ist aber Illusion. Hier trennt sich der Weg der Europäer und Asiaten vom möglichen amerikanischen Kriegspfad. Von Karl Grobe.

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31. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Alternative Strategie für eine friedliche Lösung des Iran-Konflikts

Auf Deeskalation und Maßnahmen der Vertrauensbildung setzt die Lösungsstrategie, die die "Kooperation für den Frieden" in seinem Dossier zum Iran-Konflikt vorlegt. In der unter Federführung von Prof. Dr. Andreas Buro entwickelten Studie wird die "Sicherheitsfrage" für den Iran als ein zentrales Element des Konflikts dargestellt. Ferner wird auf das Interesse der US-Regierung verwiesen, das im Iran bestehende politische System zu stürzen. Kern der alternativen Lösungsstrategie der "Kooperation für den Frieden" ist der Vorschlag eines Moratoriums.

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31. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iran-Konflikt: Eskalationsdynamik befürchtet - Dossier propagiert Alternativen

Eine Eigendynamik zur weiteren Eskalation des Iran-Konflikts befürchtet die "Kooperation für den Frieden", einer der Dachverbände der deutschen Friedensbewegung, nach der Erklärung des UN-Sicherheitsrates und dem Berliner Außenminister-Treffen der Veto-Mächte und Deutschlands. Die "Kooperation für den Frieden" weist auch auf die Gefahr hin, dass die US-Regierung die jetzige Erklärung des UN-Sicherheitsrates als Rechtfertigung für eventuelle Militärschläge in Anspruch nehmen könnte. Auf Deeskalation und Maßnahmen der Vertrauensbildung setzt die Lösungsstrategie, die die "Kooperation für den Frieden" in seinem Dossier zum Iran-Konflikt vorlegt.

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25. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Frau Merkel kann einen Iran-Krieg verhindern

Im Gespräch: Der Politikwissenschaftler, Nah- und Mittelost-Experte Mohssen Massarrat über Zugeständnisse in Teheran, die rote Linie und den Charme eines russischen Kompromisses.

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24. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Keine Sehnsucht nach dem Schrein der Märtyrer

Eindämmung statt Zerstörung: Auch wenn der Streit um Irans Atomprogramm eskaliert, verläuft der Diskurs unter Strategen im Hintergrund viel rationaler. Von Jürgen Rose.

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20. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Das Interesse hinter den Interessen

John Bolton hat eine Mission: Der Iran soll das schärfste Vorgehen des UN-Sicherheitsrats erfahren, das sich unter den gegebenen Umständen durchsetzen lässt. Sanktionen sollen so früh wie möglich auf die Tagesordnung kommen. Doch was will die Bush-Administration letztlich? Hofft sie, so schnell wie möglich eine Erlaubnis zum Krieg zu erhalten? Von Otfried Nassauer.

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16. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iranische Atomkrise - Teheraner Spaltungsversuche oder Interesse an echtem Kompromiss? Die USA schließen ein militärisches Vorgehen gegen den Iran nicht aus. Die Option, so betonen sie immer wieder, liegt auf dem Tisch. Die Planungen sind fortgeschritten. Gebe der Iran nicht vollständig nach, so sei man zum Handeln bereit. Aber Washington steht in dieser Frage auch unter Druck. Israel fordert ein baldiges Handeln und droht mit einem militärischen Alleingang. Würde Israel losschlagen, so trüge Washington auf jeden Fall in den Augen der islamischen Welt die Mitverantwortung. Abhalten kann Washington Israel aber nur, indem es glaubwürdig mit der eigenen Bereitschaft zum militärischen Vorgehen droht. Von Otfried Nassauer. (mehr...)
10. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Der Countdown läuft Vor über einem Jahr enthüllte Seymour Hersh die Taktik der US-Neokonservativen im Atomkonflikt mit dem Iran, sie würden zur Tat schreiten, “sobald die EU-Diplomatie scheitert”. Nun ist es soweit. Jetzt kann und will George Bush handeln: Zunächst ein befristetes Ultimatum, dann Sanktionen mit dem Ziel, Iran in eine Eskalationsdynamik zu treiben, die schließlich in einen Luftkrieg münden könnte. Es muss allen Ernstes damit gerechnet werden, dass sich Bush, Rumsfeld und Cheney den Zenit der Eskalation, auf den sie seit zwei Jahren akribisch hinarbeiten, nicht werden entgehen lassen und mit oder ohne Sicherheitsratsbeschluss spätestens im April losschlagen. Von Mohssen Massarrat. (mehr...)
09. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: “Nägel und Steine” behindern friedliche Lösung Die Überweisung des Falles Iran and den UN-Sicherheitsrat wird stündlich wahrscheinlicher. Heute fordert der US-Botschafter bei den UN John Bolton die sofortige Überweisung an den Sicherheitsrat. Bereits am 27. Februar 2006 klang in dem Bericht des IAEO Generaldirektors El-Baradei eine argwöhnischere Bewertung der Frage des iranischen Nuklearprogramms an. Dazu sind weitere Hindernisse für eine friedliche Lösung hinzugekommen. Deswegen erneuert die IPPNW ihre Forderungen für ein umfassendes diplomatisches und politisches Programm zur Lösung dieser dringlichen Krise!” (mehr...)
05. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Das Atomprogramm des Irans Otfried Nassauer, Leiter des Berliner Informationszentrums für Transatlantische Sicherheit (BITS), hat eine umfassende Studie verfasst zu den Hintergründen des iranischen Atomprogramms, den Verhandlungen mit der EU, Zukunftsoptionen und von Rahmenbedingungen für eine politische Lösung des aktuellen Konflikts. Eine BITS-Studie, die entstanden ist in Kooperation mit der Heinrich Böll Stiftung. (mehr...)
05. März 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Angst vor der islamischen Bombe Irans Präsident provoziert, um abzulenken. Die Botschaft scheint nach außen gerichtet und ist dennoch primär innenpolitischer Natur. Ahmadinedschads Rhetorik hat mit dem ambivalenten Status des iranischen Atomprogramms wenig zu tun. Sie ist inakzeptabel, aber kein Grund für Kriegstreiberei. Statements wie das von US-Senator McCain: “Nur eins ist noch schlimmer als eine militärische Aktion, und das ist ein atomar bewaffneter Iran” bedienen die verbale Aufrüstung und bereiten den Boden für einen nächsten Krieg. Oder für “begrenzte, gezielte” Militärschläge gegen den Iran, die jedes Potenzial haben, einen veritablen Flächenbrand auszulösen. Daher ist vor allem eines gefragt: Eine europäische Krisendiplomatie, die selbstbewusst zwischen Teheran, Washington und Jerusalem agiert. Von Torsten Wöhlert. (mehr...)
27. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Iran-Politik der USA Ein militärischer Angriff der USA auf Nuklearanlagen im Iran wäre ein Instrument, die Besatzung des Irak neu zu organisieren - als Teil des “langen Kriegs” Washingtons gegen den “radikalen Islam” - es wäre ein Mittel, um Israel Blankovollmacht zur Niederschlagung der Palästinenser zu erteilen und schüfe eine Legitimationsgrundlage für weitere Akte US-imperialer Aggression im Mittleren Osten. Die Friedensbewegung der USA sollte sich von diesen Kriegstrommeln aus Washington warnen lassen, Dringlichkeitsstufe Eins: Die Antikriegsbewegung muss eine breitere Perspektive entwickeln - gegen das US-amerikanisches Imperialprojekt im gesamten Mittleren Osten. Von Lee Sustar. (mehr...)
21. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Atomstreit: Moskauer Leitplanken Das Verhältnis des Iran zu den USA ist von Gegnerschaft geprägt, mit Gründen. Seit 60 Jahren betrachten die USA die Golfregion, also auch Iran, als Zone strategischer Interessen. Die rund 25 Jahre der Partnerschaft, vertreten durch Schah Mohammed Reza, sind belastet: Die Islamische Republik leitet ihre Legitimation aus der Revolution gegen den Pahlewi-Schah ab. Dessen Herrschaft war Ergebnis des Staatsstreichs gegen Premier Mohammed Mossadegh, den die USA vor 53 Jahren durch die CIA haben organisieren lassen. Ein radikal anti-amerikanisches Weltbild ist entstanden, das durch die Präsenz des US-Militärs an fast allen Grenzen Irans genährt wird. Deshalb ist das gegenwärtige diplomatische Unterfangen in Moskau ungemein schwierig, zu einem zivilen Atomkompromiss zu kommen. Es ist aber die wohl einzige Möglichkeit, einem dann nicht nur regionalen Krieg noch zu entgehen. Von Karl Grobe. (mehr...)
17. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Eine unmoralische Kriegskoalition Die Indizien für einen bevorstehenden Luftkrieg gegen Iran verdichten sich allmählich zur Gewissheit. Die inzwischen zusammen gebastelte “moralische” Kriegsallianz ist eine Stärke, aber auch eine Schwäche von Bushs Kriegsstrategie. Gelänge es der deutschen Friedensbewegung, Merkel schon jetzt auf ein unmissverständliches “auf keinen Fall Krieg” festzulegen, würde die “moralische” Front abbröckeln und Bushs Kriegsplan wie ein Kartenhaus zusammenfallen. Genau hier liegt die Chance der Friedensbewegung, im Unterschied zum Irak einen Iran-Krieg tatsächlich noch zu verhindern. Von Mohssen Massarrat. (mehr...)
16. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Transatlantische Wendemarke Iran Mit dem Iran scheint Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr außenpolitisches Thema gefunden zu haben. Scharfe und schärfste Töne gegenüber Teheran sind ihr ein Instrument, um die deutschen Beziehungen zu Washington zu verbessern und die Nato aufzuwerten. Das signalisierte ihr Auftritt während der Münchner Sicherheitskonferenz. Die Hoffnung dahinter: Wer Washingtons Agenda unterstützt, der wird auch wieder gehört. Merkel nutzte den Konflikt mit dem Iran als Beispiel, um zu beschreiben, was sie unter einer “Erneuerung der transatlantischen Partnerschaft” versteht. Der Iran ist nicht der Irak - jedenfalls was den deutschen Umgang mit dem Thema betrifft. Und Merkel ist nicht Schröder. Von Otfried Nassauer. (mehr...)
14. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Über rote Linien Iran hat wieder angefangen, Uran anzureichern, und damit die “rote Linie” überschritten. So sehen es jedenfalls die USA und die meisten europäischen Regierungen. Den Verhandlungsweg nach Moskau wird in der nächsten Zeit kein Teheraner Politiker gehen, das für Donnerstag geplante Treffen ist auf unbestimmte Zeit verschoben. Ebenfalls ein Schritt über eine “rote Linie”. Es wird nicht die letzte politische Grenze sein, die noch überschritten werden kann. Ein Kommentar von Karl Grobe, ein Leserbrief und eine Antwort. (mehr...)
12. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Die Iran-Krise - “Diplomatie” als Raketenabschussrampe Die Welle, die die westliche Diplomatie derzeit schlägt, wird sich im Nachhinein wahrscheinlich als Grundlage für den Abschuss von Raketen auf den Iran entpuppen. Luftschläge gegen Ziele im Iran scheinen sehr wahrscheinlich. Aber viele Friedensaktivisten in den USA sind geradezu versessen darauf zu glauben, dass das nicht passiert. Im Moment verlassen sich beide Präsidenten - der des Iran und der amerikanische - auf die Kriegslüsternheit des anderen. Alles deutet darauf hin, dass ein Militärschlag gegen den Iran die innenpolitische Macht Ahmadinedschads weiter hochtreiben wird. Wetten, dass die US-Regierung ihm diesen großen Gefallen tun wird? Es sei denn, wir verhindern es. Von Norman Solomon. (mehr...)
11. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Atomkrieg gegen den Iran Die deutsche Bundeskanzlerin Merkel hat Frankreichs Staatspräsident Chirac mit seiner Forderung französische Atomwaffen auch im Hinblick auf den Iran als “Garantie unserer strategischen Versorgung” einzusetzen, verteidigt. Es gebe gar keinen Grund, Chirac zu kritisieren. Es gehe um Abschreckung, und angesichts der aktuellen Veränderungen auf der Welt müsse dabei die Doktrin angepasst werden, so Angela Merkel. Chirac betonte in diesem Zusammenhang noch einmal, dass fortan ein “flexibler” Einsatz französischer Atomwaffen möglich sein solle. Damit erhalten auch die Nuklearwaffeneinsatzpläne im Rahmen der Militärpolitik der EU eine völlig neue Brisanz. Von Tobias Pflüger. (mehr...)
08. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Der Iran kommt vor den Sicherheitsrat Es zeigt sich erneut, dass Druck - der eine Lösung mit Gesichtsverlust für den Iran impliziert - in mittelöstlichen Konfliktmanagementstrategien Gegendruck und schnelle Eskalation provoziert. Der Iran gibt unter solchem Druck nicht nach und wird das auch künftig nicht tun. Weitere Eskalationsschritte sind deshalb wahrscheinlich. Wir lesen diese fälschlicherweise als “Provokationen”, weil wir unsere, westlichen Konfliktmanagementstrategie zugrunde legen. Wer annimmt, der Iran mache bald den großen Rückzieher, irrt wohl. Eskalationskontrolle im westlichen Sinne ist in mittelöstlichen Konflikten ein Fremdwort. Eskalationskontrolle wird dadurch erreicht, dass man Art und Agenda der Eskalation dominiert. Von Otfried Nassauer. (mehr...)
08. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Münchner Sicherheitskonferenz: Geschlossene NATO-Front gegen den Iran Die volle Härte internationaler Ordnungspolitik bekam auf der Münchner Sicherheitskonferenz der Iran zu spüren. Merkel gab die Steilvorlage, als sie dem Land in ihrer Eröffnungsrede vorwarf, es habe “mutwillig die roten Linien überschritten” und von der “berechtigten Befürchtung” sprach, dass sein Atomprogramm nicht der friedlichen Nutzung, sondern militärischen Optionen diene. Die bislang präsentierten Optionen für eine Verhandlungslösung sind allerdings aus Sicht Teherans völlig inakzeptabel, was aber offenbar außer dem Iran kaum jemanden aufzufallen scheint. Von Jürgen Wagner. (mehr...)
06. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Drohender Krieg gegen Iran: Appell an Kofi Annan Deutsche Friedensorganisationen haben einen Appell an Kofi Annan zur Einrichtung einer hochrangigen UN-Mediationskommission im Iran-Atomkonflikt initiiert, für dessen Unterstützung jetzt auch bei internationalen Organisationen geworben wird. Der Appell ist Ausdruck der großen Sorge innerhalb der Friedensbewegung, dass Schritt um Schritt der Weg in eine nicht mehr zu kontrollierende Eskalation gegangen wird. Der Text wird u.a. von Lebenshaus Schwäbische Alb - Gemeinschaft für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Ökologie mitgetragen. (mehr...)
06. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Irans Atomprogramm: Teufelskreis des Misstrauens Es sind noch nicht alle Türen ins Schloss gefallen; die russische ist noch offen. Das Moskauer Angebot an Teheran steht noch, Uran zur zivilen Nutzung in russischen Anlagen anzureichern, Brennstäbe zurückzunehmen und so die Möglichkeiten zum Bau von Atomwaffen technisch zu unterbinden. Ein Teil der iranischen Staatsführung scheint darauf eingehen zu wollen, die Radikalen um Präsident Mahmud Ahmadinedschad eher nicht. Von Karl Grobe. (mehr...)
03. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Schwäche hinter Drohgebärden Auf die erhoffte Hilfe durch China und Russland kann Teheran in der Auseinandersetzung über sein Atomprogramm nicht mehr zählen. Diese beiden Veto-Mächte haben sich mit den drei anderen (USA, Großbritannien, Frankreich) in dem Bestreben zusammengetan, die Aufrüstung Irans mit Atomwaffen zu verhindern. Falls die Internationale Atomenergie-Organisation die Angelegenheit dem UN-Sicherheitsrat vorzulegen beschließt, wird es kein Veto geben. Das beeindruckt den rationaleren Flügel der Teheraner Führung anscheinend stärker als die militärischen Nebengeräusche, welche die USA und Israel aus bestimmten Gründen in der Debatte mitschwingen lassen. Von Karl Grobe. (mehr...)
03. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Eskalation im Atomstreit mit dem Iran - Gewaltfreies Ende der Krise immer unwahrscheinlicher? Was steckt hinter der raschen Eskalation im Atomstreit mit dem Iran, die den deutschen Außenminister Steinmeier veranlasste, vor einer “Militarisierung” des Denkens zu warnen? Geht es um die propagandistische Vorbereitung der Öffentlichkeit auf einen weiteren Waffengang? Sind die scharfen Töne Ausdruck von Selbstbewusstsein und Stärke? Soll am Iran ein Exempel in Sachen einer neuen Nichtverbreitungspolitik statuiert werden? Oder verstecken sich hinter dem verbalen Radikalismus Anzeichen von Hilflosigkeit und Trotz, weil es nicht gelingt, den Iran zum Einlenken zu zwingen? Von Otfried Nassauer. (mehr...)
02. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Jetzt droht eine neue Eskalationsstufe Am Hauptsitz der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) in Wien tritt heute der Gouverneursrat zusammen. Auf der Sondersitzung des 35-köpfigen Leitungsgremiums soll entschieden werden, ob der Streit um das Atomprogramm Irans an den UNO-Sicherheitsrat überwiesen wird. Folgt die IAEA der Vorlage der UN-Vetomächte, wäre das nach allgemeiner Einschätzung eine neue Eskalationsstufe der Auseinandersetzung. Dabei sind die Möglichkeiten für eine politische Lösung längst nicht ausgeschöpft. Von Wolfgang Kötter. (mehr...)
01. Februar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Atomkrieg gegen den Iran Schock und Entsetzen - Hat Frankreichs Präsident nur ausgesprochen, was vom US Strategic Command längst vorbereitet wird? Von Michel Chossudovsky. (mehr...)
22. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Kofi Annan soll Pause der Eskalation bewirken Die “Kooperation für den Frieden”, ein bundesweiter Zusammenschluss von ca. 40 Friedensorganisationen, hat auf ihrer Strategietagung in Hannover am Wochenende ein “Monitoring-Projekt für zivile Konfliktbearbeitung und Kriegsprävention” beschlossen. Der Bundesregierung und der EU soll an Hand konkreter Krisensituationen auf die Finger geschaut und rechtzeitig mit Analysen, Mahnungen und Vorschlägen zur Deeskalation und Konfliktbearbeitung Druck für friedenspolitisches Engagement gemacht werden. Das ehrgeizige Vorhaben könnte später in eine Art “Stiftung Warentest für Konfliktbearbeitung” münden. Außerdem wurden bei der Strategiekonferenz Alternativen zur Iran-Politik propagiert. (mehr...)
21. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Vieles erinnert an die Zeit vor dem Kosovo-Krieg Im Gespräch: Der Nahost- und Energie-Experte Mohssen Massarrat über das iranische Sicherheitsdilemma und eine europäische Diplomatie im Dienste der amerikanischen Schlachtordnung. (mehr...)
16. Januar 2006 | Internationales, Militär und Krieg
Atomstreit Iran: Londoner Treffen stellt Weichen für Eskalation Vor einer Rutschbahn in weitere Eskalation und Krieg warnt die “Kooperation für den Frieden”. Das Londoner Treffen der ständigen Mitglieder des Sicherheitsrats und der EU-Troika stelle eventuell die Weichen für einen bald nicht mehr umkehrbaren Weg in die Konfrontation mit Iran. “Wenn IAEO-Chef El Baradei Gewalt gegen Iran ausdrücklich nicht mehr ausschließt, müsste dies zum Präzedenzfall für die Aberkennung eines Friedensnobelpreises führen”, kommentiert Manfred Stenner, Geschäftsführer des Netzwerk Friedenskooperative, dessen jüngste Äußerung, mit der er sich in Gegensatz zu UN-Generalsekretär Kofi Annan stelle. (mehr...)
26. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Ahmadinedschads präventiver Krieg Was will Mahmud Ahmadinedschad mit seinem Israel feindlichen Populismus eigentlich? Ist er ein verwirrter Irrer oder ausgerasteter Fundamentalist, will er von seinem innenpolitischen Versagen ablenken, wie von vielen behauptet wird? Warum hat er seine Attacken wiederholt und jedes Mal verschärft? Warum hält sich sein ernstzunehmender Rivale Rafsandjani mit Kritik zurück, warum pflichtet ihm der Revolutionsführer Khamenei indirekt sogar bei, warum distanzieren sich die Führer in der arabisch-islamischen Welt nicht vom iranischen Präsidenten? Der Nobody im Präsidentenamt ist in der arabischen Welt ein populärer Politiker, bei den Radikalen gar ein Held. Von Mohssen Massarrat. (mehr...)
08. Dezember 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Atom-Heuchelei Weder Bush noch Blair haben das moralische Recht, sich über das iranische Atomprogramm zu beschweren. Von Tony Benn. (mehr...)
29. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Iran: Zeit der Diplomaten Irans Präsident Mahmud Ahmadinedschad hat mit seiner Rede in der Teheraner Universität am Mittwoch in der Nähe der Sprengladung Funken geschlagen. Nun muss auf das Gebell nicht der Biss folgen; der Teheraner Revolutionsführer Ayatollah Khamenei hat dem politisch wenig erfahrenen Ahmadinedschad einen Aufpasser verordnet namens Akbar Haschemi Rafsandschani. Man kann nur hoffen, dass die Leine hält. Und gleichzeitig auf jene Besonnenheit der Akteure bauen, die zu einer umfassenden diplomatischen Lösung aller nahöstlichen Konflikte führen kann. Von Karl Grobe. (mehr...)
27. Oktober 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Teherans Koordinaten Iran sieht sich nach wie vor von den USA und deren Satrapen umzingelt, zu denen es in erster Linie die heimliche Atomwaffenmacht Israel zählt. Das ist nicht neu. An einem Großmacht-Status in der Region versuchen sich die Teheraner Hardliner bereits seit längerer Zeit. Neu ist Ahmadinedschads Aufruf zu Volksaufstand und individuellem Terror, um “Israel von der Landkarte zu tilgen”. Von Karl Grobe. (mehr...)
28. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Diplomatisches Fingerhakeln auf hohem Niveau Es scheint, als rasten zwei Schnellzüge aufeinander zu. Keiner der Lokführer will als erster bremsen. Keiner scheint zu bemerken, dass die Strecke, auf der sie fahren, nur eingleisig ist. Diesen Eindruck erwecken derzeit der Iran und seine europäischen Verhandlungspartner beim Streit über das iranische Atomprogramm. Der eskaliert. Beide Seiten beharren auf ihren Grundpositionen. Nachgeben will keiner. Und das, obwohl beide, die EU und der Iran, nur von einer Verhandlungslösung profitieren können. Von Otfried Nassauer. (mehr...)
01. September 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Mit einer großen Lüge in einen neuen Krieg Angesichts des Irak-Desasters muss man nicht einer Verschwörungstheorie anhängen, um einen Krieg gegen Iran für möglich zu halten. Die irakische Realität übertrifft inzwischen bei weitem die vielerorts vor dem Krieg geäußerten Befürchtungen. Im Falle Irans würden die Folgen noch unvergleichlich dramatischer und weit reichender sein als im Irak. Die Dramatik und Dimension eines möglichen US-Krieges gegen den Iran warnt vor allem uns in Europa, nicht nur sehenden Auges die nächste Eskalationsstufe abzuwarten, sondern nach Auswegen zu suchen, bevor es zu spät ist. Noch ist nicht alles verloren. Von Mohssen Massarrat. (mehr...)
27. August 2005 | Internationales, Militär und Krieg
Das Nein aus Teheran Noch deutlicher werden Diplomaten wohl nur bei Kriegserklärungen. Europas Vorschlag im Streit um das Teheraner Atomprogramm sei “extrem lang, wenn es um die Forderungen an den Iran” gehe und “absurd kurz, soweit es die Angebote an den Iran” betreffe. Er sei nicht verhandelbar, “eine Verletzung der iranischen Nation, für die sich die EU entschuldigen muss.” Soweit der Iran gegenüber der Internationalen Atomenergie Agentur. Wollten die Iraner den Eklat? Wollten sie mit brüsker Ablehnung provozieren, Stärke demonstrieren? Oder kann es sein, dass der Vorschlag tatsächlich unzureichend war? Von Otfried Nassauer. (mehr...)